Rheinische Post: Monopolkommission erwartet keine Wettbewerbsprobleme durch Banken-Fusion

Achim Wambach, Chef des Wirtschaftsinstituts
ZEW und der Monopolkommission, sieht bei einer möglichen Fusion der
Deutschen Bank und Commerzbank weniger Wettbewerbs- als
Stabilitätsprobleme: “Einiges deutet darauf hin, dass die
Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen,
freigeben würden. Denn die Geschäftsfelder der beiden Banken
überschneiden sich entweder nur gering oder sind wenigstens spürbarem
Wettbewerb ausgesetzt – auch noch nach einer möglichen Fusion”, sagte
Wambach der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Er
fürchtet eher, dass die neue Bank wegen ihrer Größe zu einem
Systemrisiko werden könnte. “Durch den Zusammenschluss entsteht
möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch
einen Anstieg des Systemrisikos.” Die Finanzkrise habe deutlich
gemacht, dass große Banken nicht ohne weiteres abgewickelt werden
können und gegebenenfalls vom Staat gerettet werden müssen.

Die Monopolkommission fordert schon länger eine
Finanzfusionskontrolle, die diese Frage prüft.

www.rp-online.de

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Rheinische Post
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