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Rheinische Post: Schuldenschnitt für Athen wird kommen = Von Antje Höning

Wenn Finanzminister Schäuble heute nach Athen
reist, wird er den Griechen ermunternde Worte und Millionen für ein
Konjunkturpaket mitbringen. Tatsächlich hat das Land einiges
erreicht: Der Arbeitsmarkt wurde liberalisiert, der Export
angekurbelt. Doch genesen ist der griechische Patient noch lange
nicht. Seit sechs Jahren steckt Hellas in der Rezession, der
Schuldenberg entspricht der Wirtschaftsleistung von eindreiviertel
Jahren. Da verschafft auch die neue Milliarden-Hilfe der Retter nur
kurzfristig Linderung. Dauerhaft wird Griechenland um einen zweiten
Schuldenschnitt nicht herumkommen. Doch den wird Schäuble heute
ablehnen – aus mehreren Gründen: Wenn die Staaten jetzt Schulden
streichen, wird der Reform-Eifer der Griechen umgehend nachlassen.
Schon jetzt tun sie sich schwer, nötige Schritte wie die Stutzung des
aufgeblähten Staatsapparates zu akzeptieren, wie die jüngsten
Proteste und Parlaments-Debatten zeigten. Zudem bedeutet ein
Schuldenerlass für den deutschen Steuerzahler den Verzicht auf
Milliarden. Ein so unpopuläres Thema will Schäuble unbedingt aus dem
Wahlkampf raushalten. Nach dem 22. September dürfte es umso schneller
angegangen werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Weitere Informationen unter:
http://


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