Rheinische Post: Umwelthilfe-Chef Resch kritisiert Beschlüsse des “Autogipfels” als SUV-Förderprogramm

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH),
Jürgen Resch, hat die Beschlüsse des “Autogipfels” im Kanzleramt als
Förderprogramm für Geländelimousinen kritisiert und drastische Schwächen bei der
Bahn-Elektrifizierung beklagt. “Noch in diesem Monat sollen ausgerechnet schwere
Verbrenner-SUVs mit kleinem elektrischen Zusatzmotor mit bis zu 4.500 Euro nicht
nur als Neuwagen, sondern sogar als Gebraucht-Pkw gefördert werden”, sagte Resch
der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Mittwoch). Wenn es darum gehe, der
Automobilindustrie erneut Milliarden Euro an Steuermitteln zuzuschieben, lege
die Bundesregierung damit den Turbogang ein. “Reine Elektro-Pkw werden mit
gerade eben 5.000 bis 6.000 Euro nur minimal höher bezuschusst”, sagte Resch. Er
forderte mehr Anstrengungen bei der Elektrifizierung der Bahn. “Wenn es dieser
Bundesregierung wirklich um die Förderung der Elektromobilität ginge, würde sie
mit sofortiger Wirkung und ebenfalls im November beginnend die Elektrifizierung
der Schienentrassen hochfahren”, sagte Resch. Noch nie sei so viel von
Elektrifizierung im Mobilitätssektor gesprochen und gleichzeitig so wenig für
die Elektrifizierung der Bahnstrecken getan worden. “Bleibt es beim aktuellen
Tempo dieser Dekade von 0,2 Prozent der Gesamtstrecke pro Jahr, dann dauert es
noch 200 Jahre, bis wir den Stand der Elektrifizierung der Schweizer
Schienenstrecken erreicht haben”, sagte Resch.

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