Rheinische Post: Weniger als 50 Prozent der Unternehmen achtet freiwillig auf Menschenrechte in Lieferketten

Weniger als die Hälfte der größeren deutschen Unternehmen
achtet nach den Ergebnissen einer Befragung im Auftrag der Bundesregierung
bisher freiwillig auf die Einhaltung der Menschenrechte in internationalen
Lieferketten. Das erfuhr die Düsseldorfer “Rheinische Post” (Mittwoch) aus
Koalitionskreisen in Berlin. Demnach habe eine erste Runde des so genannten
Monitorings für den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)
ergeben, dass weniger als 50 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500
Mitarbeitern die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards in den
Lieferländern von eingekauften Produkten freiwillig kontrolliert. Union und SPD
hatten im Koalitionsvertrag festgelegt, “gesetzlich tätig zu werden”, wenn bis
2020 nicht mindestens die Hälfte der großen Unternehmen freiwillig auf die
Menschenrechte achtet. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wollen am heutigen Mittwoch zum
NAP-Monitoring vor die Presse treten.

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