Rheinland-Pfalz hängt beim Sparen deutlich hinterher

Das zeigt eine Daten-Analyse des digitalen Vermögensverwalters growney zum Weltspartag auf der Basis von mehr als 3.000 Datensätzen.

Die durchschnittliche Sparrate in Rheinland-Pfalz liegt damit sogar noch unter dem Durchschnitt aller Ost-Bundesländer (351 Euro im Monat). Angeführt wird das Ranking von Hamburg (Sparrate: 523 Euro) und NRW (474 Euro).

Die größten Sparanliegen der Deutschen sind dabei Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Sie machen zusammen rund 55 Prozent aller Sparziele aus.

?Wir beobachten, dass immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig es ist etwas für später zurückzulegen?, erklärt Thimm Blickensdorf von der Geschäftsleitung des digitalen Vermögensverwalters growney. Dabei ist auch eine Tendenz zu beobachten, dass die Deutschen zunehmend Alternativen zu Sparbuch, Tages- oder Festgeld nutzen. ?Angesichts der Zinspolitik bringen diese herkömmlichen Sparformen ja gar nichts mehr?, so Blickensdorf.

Stattdessen verzeichnen etwa Robo-Advisor einen regelrechten Boom. Sie ermitteln für Kunden anhand weniger Onlinefragen eine passende Anlagestrategie, investieren das Geld weltweit breit gestreut, um so eine optimale Rendite zu erwirtschaften. Weiterer Vorteil für die Kunden: Das Kapital ist sehr flexibel verfügbar – anders als bei Lebensversicherungen, Rentenplänen oder dem Festgeld. Möglich ist diese Sparform auch schon für kleine Beträge – etwa ab einmalig 500 Euro oder einem monatlichen Sparplan von 25 Euro im Monat.

Denn wieviel gespart wird, hängt natürlich von den individuellen Möglichkeiten ab. So zeigt die Analyse von growney immer noch einen starken Unterschied zwischen Ost und West: Während im Osten durchschnittlich 351 Euro im Monat zurückgelegt wird, sind es im Westen knapp 20 Prozent mehr (415 Euro).

Für die Analyse des Sparverhaltens hat growney eine zufällig ausgewählte Teilmenge seiner Kundenstruktur unter die Lupe genommen (Stand: 23. Oktober 2020). Die Stichprobengröße wurde dabei bewusst groß angesetzt (mehr als 3.000 Datensätze) und darauf geachtet, dass alle Bundesländer repräsentiert sind. Dabei wurden sowohl regelmäßige Sparraten als auch unregelmäßige Extra-Zahlungen, etwa nach Erhalt von Urlaubsgeld oder Prämien einbezogen. Bei den ausgewerteten Sparzielen handelt es sich um Eigenangaben der Kunden (Multiple Choice).

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