RNZ: Das Risiko wert

Christian Altmeier über
 die
Regierungskrise in Italien Die vernichtende Kritik von Italiens
Ministerpräsident Giuseppe Conte an Innenminister Matteo Salvini
kommt spät. 15 Monate lang hat der parteilose Jurist zu den radikalen
Äußerungen des Lega-Chefs meist geschwiegen und dessen
Gesetzesentwürfe anstandslos unterschrieben. Doch möglicherweise
kommt sie nicht zu spät. Denn im Angesicht der von Salvini
losgetretenen Regierungskrise wächst Conte nun über sich hinaus und
findet überraschend klare Worte – die von vielen Italienern honoriert
werden. Der bisher oft blass wirkende und als Marionette der
Parteichefs geltende Professor kommt plötzlich als
verantwortungsbewusster Staatsmann daher und wird so zum eigentlichen
Gewinner der Krise. Möglicherweise könnte ein Bündnis aus den
Fünf-Sternen und dem sozialdemokratischen PD, das als Koalition der
Verlierer gilt, unter der Führung Contes bei den Wählern sogar besser
ankommen, als vielfach befürchtet. Zu verlieren haben beide Parteien
angesichts der derzeitigen Umfragewerte ohnehin wenig. Und die
Aussicht, Italien zumindest vorerst vor einem rechtsradikalen Bündnis
unter Führung Salvinis zu bewahren, wäre das Risiko allemal wert.

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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