Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung,
Dirk Wiese (SPD), macht sich für eine weitere Annäherung an Moskau
stark. Wiese sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag): „Wir
sollten ein Signal für die jüngere Bevölkerung in Russland setzen.“
Deswegen sei er dafür, „jungen Russen bis 25 Jahre die Möglichkeit
einzuräumen, ohne Visa nach Europa einreisen zu dürfen“.
Wiese betonte, eine solche Visafreiheit könne dazu beitragen,
Vorurteile gegenüber Europa und Deutschland abzubauen und den
Schüler- und Studentenaustausch erleichtern. „Trotz der
Schwierigkeiten auf politischer Ebene kommen wir im Kleinen gut
voran. Das sollten wir auch beibehalten.“
Zugleich verurteile der SPD-Politiker Cyberspionage und
Hackerangriffe von russischer Seite. „Das geht nicht. Das strapaziert
unsere Freundschaft aufs Neue.“ Die Vorgänge seien auch beim
„Petersburger Dialog“ beider Länder in Moskau klar angesprochen
worden. „Wer wieder stärker mit uns kooperieren möchte und Normalität
in den Beziehungen will, muss solche Handlungen unterlassen“,
forderte Wiese.
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