Saarbrücker Zeitung: SPD-Chef Schäfer-Gümbel deutet Einlenken gegenüber von der Leyen an – “Es wird Gespräche geben”

SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat
die Nein-Stimmen der 16 SPD-Europaabgeordneten gegen Ursula von der
Leyen im Gespräch mit der “Saarbrücker Zeitung” (Donnerstagausgabe)
verteidigt, aber für die Zukunft ein Einlenken angedeutet. Von der
Leyen sei jetzt vom Parlament gewählt, sagte das Mitglied der
kommissarischen Parteiführung und fügte hinzu: “Wir würdigen durchaus
ihre Rede und ihren Brief an die Abgeordneten.” Allerdings habe
beides weder einen Zeitplan noch einen Budgetplan enthalten. Er
erwarte nun, dass das Kommissionsprogramm und die Zusammensetzung der
Kommission dem Geist ihrer Rede konkret Rechnung trage, nämlich
Europa zu stärken und voranzubringen. “Das werden wir nach Kräften
unterstützen.” Dabei gehe es auch darum, welche Rolle
Rechtspopulisten aus Ungarn oder Italien in der neuen Kommission
spielen werden. “Mit dem Kommissionsprogramm im Herbst kommt die
Stunde der Wahrheit.” Auf die Frage, ob die SPD-Führung darüber
direkt mit von der Leyen reden wolle, sagte Schäfer-Gümbel: “Es gab
Gespräche und es wird Gespräche geben.”

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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