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Saarwirtschaft weiter im Aufwind

Das Stimmungsbild der Saarwirtschaft hat sich im April weiter aufgehellt. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zur Entwicklung ihrer aktuellen Geschäfte. Der IHK-Lageindikator stieg leicht um 0,8 Punkte auf 37,4 Zähler. Das war der fünfte Anstieg in Folge. Insgesamt bewerten derzeit 45 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage mit gut, 48 Prozent mit befriedigend und nur 7 Prozent mit schlecht. Unverändert positiv bleiben per Saldo auch die Aussichten der Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Mit 4,1 Punkten signalisiert der IHK-Erwartungsindikator, dass die Saarwirtschaft auch in den Sommermonaten auf Wachstumskurs bleibt. „Wichtigster Motor der Konjunktur ist nach wie vor die Industrie, die von der fortschreitenden Erholung in Südeuropa profitiert und durch die Euroschwäche kräftigen Rückenwind aus dem Dollar-Raum erhält. Schub kommt auch vom privaten Konsum. Hier beflügeln die gute Arbeitsmarktlage, steigende Einkommen und die niedrigen Ölpreise die Kaufkraft und die Kauflust der Verbraucher. Mit Blick auf die aktuellen Zahlen ist unsere Prognose für 2015 von zwei bis 2,5 Prozent Saarwachstum inzwischen gut abgesichert. Auf dem Arbeitsmarkt erwarten wir einen Zuwachs an Beschäftigung in der Größenordnung von bis zu 3.000 Stellen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Aprilumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.
Der Blick in die Branchen zeigt, dass der Aufschwung sich inzwischen auf eine breite Basis stützen kann. Mit viel Schwung laufen die Geschäfte im Fahrzeugbau, im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik und in der Medizintechnik. Überwiegend befriedigend ist die Lage in der Stahlindustrie, der Elektroindustrie, im Ernährungsgewerbe, der Bauwirtschaft, bei den Herstellern von Metallwaren und in der Gummi- und Kunststoffindustrie.
Im Dienstleistungsbereich berichten gut 96 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Während dem Handel, der Gastronomie und den haushaltsnahen Dienstleister die hohe Konsumneigung der Verbraucher zugute kommt, profitieren das Verkehrsgewerbe und die unternehmensnahen Dienstleister von der guten Industriekonjunktur.
Standortbedingungen verbessern!
Mit Blick auf die kommenden sechs Monate sind die Unternehmen insgesamt weiter zuversichtlich. Zehn Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 84 Prozent mit gleich bleibenden und nur noch sechs Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen sowohl aus der Industrie als auch aus dem Dienstleistungsbereich. Der IHK-Erwartungsindikator für die Industrie beträgt 4,8 Punkte, für die Dienstleister 4,2.
Giersch: „Die derzeit gute Konjunktur darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Deutschland jetzt dringend eine wirtschaftspolitische Wende brauchen, die auf mehr Wachstum und Investitionen zielt. Nur so kann es gelingen, Deutschland nachhaltig zukunftsfest zu machen. Nötig ist dazu sowohl ein Belastungsstopp für die Wirtschaft als auch eine breit und langfristig angelegte Investitionsoffensive beim Staat und in der Wirtschaft. Die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung wäre ein erster Schritt in diese Richtung. Zudem sollte die Erbschaftsteuer so novelliert werden, dass Familienunternehmen von einer Generation auf die nächste übertragen werden können, ohne dass das Betriebsvermögen belastet wird.“

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