Sahra Wagenknecht: Steinbrück hat als Aufsichtsrat versagt

„Peer Steinbrück hat als Aufsichtsrat bei
ThyssenKrupp völlig versagt. Statt die Abzocke durch ein
Schienenkartell anzuprangern, hat er vorgeschlagen, die kriminellen
Machenschaften zu vertuschen. Statt Betrugs- und Korruptionsvorwürfen
nachzugehen oder die Vergiftung der Umwelt in Brasilien und den
skandalösen Umgang mit brasilianischen Gewerkschaftern zu
thematisieren, hat er sich für eine Verbilligung des
Energieverbrauchs der Großindustrie stark gemacht – zu Lasten der
Umwelt und der normalen Stromkunden, die umso höhere Preise zahlen
müssen“, erklärt Sahra Wagenknecht anlässlich der heutigen
Hauptversammlung von ThyssenKrupp. Die Erste stellvertretende
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Wer jahrelang im Aufsichtsrat des größten deutschen Stahlkonzerns
saß und nicht wusste, was er da eigentlich beaufsichtigen soll, hat
sich als Kandidat für das Kanzleramt disqualifiziert. Dass die
ThyssenKrupp-Stahlwerke in Brasilien große Probleme bereiten, ist
seit über fünf Jahren bekannt. Hier wären kritische Nachfragen mehr
als nötig gewesen. Stattdessen hat Steinbrück für wenig Arbeit viel
Geld eingestrichen und macht sich jetzt, wo es brenzlig geworden ist,
aus dem Staub. Das ist kein guter Stil. Ich fordere Peer Steinbrück
auf, die 170.000 Euro, die er seit 2009 für seine
Aufsichtsratstätigkeit eingestrichen hat, einer Organisation wie die
Kritischen Aktionäre zu spenden, die sich um Aufklärung der Skandale
gekümmert hat, in die ThyssenKrupp verwickelt war.“

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Hendrik Thalheim
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