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Schufa – Freund oder Feind? / FinanceScout24 Umfrage

Unter den Deutschen herrschen große Unkenntnis und
Misstrauen gegenüber der Schufa. / Nur jeder Dritte kennt seinen
eigenen Schufa-Eintrag, dabei beherrschen Bonitätsprüfungen das
alltägliche Leben. / Mehr als 90 Prozent aller Einträge sind positiv
und können damit auch Vorteile bringen, wenn man eine Schufa-Auskunft
vorlegen muss.

Ratenkredite, Leasingverträge oder Kreditkartenkonten – auf Pump
zu finanzieren ist heute Gang und Gäbe. Was die wenigsten wissen:
Fast immer ist die Schufa in die Kreditentscheidung involviert.
Immerhin hat die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherheit,
wie die Schufa offiziell heißt, Daten von mehr als 66 Millionen
Deutschen gespeichert. Doch die meisten von ihnen müssen von der
Schufa nichts befürchten. Dennoch hält sich hartnäckiges Misstrauen
gegenüber der Schufa, wie eine repräsentative Umfrage von
FinanceScout24 zeigt.

Von den 1.030 Befragten ist rund ein Drittel (31 Prozent) der
Meinung, dass die Schufa Kreditanträge ablehnen kann – was sie
natürlich nicht kann. Und rund ein Viertel (26 Prozent) glaubt
fälschlicherweise, dass die Auskunftei auch das persönliche Einkommen
und die Vermögensverhältnisse kennt. Misstrauen und Unkenntnis unter
der Bevölkerung halten sich dabei die Waage, denn jeder Vierte weiß
nicht, dass die Schufa Informationen über Schuldner sammelt und
kreditrelevante Informationen an Unternehmen und Banken liefert.

Warum man seine Schufa-Einträge kennen sollte

Dieses Misstrauen gegenüber der Schufa ist durchaus verständlich,
wenn man bedenkt, wie wichtig eine positive Schufa-Auskunft für das
tägliche Leben sein kann. Mehr als die Hälfte der Befragten (52
Prozent) war schon einmal von der Schufa abhängig und musste sich
eine Bonitätsprüfung von der Schufa einholen. Selbst bei Abschluss
eines normalen Handy-Vertrags verlangen die Provider oftmals eine
Bonitätsprüfung. 30 Prozent der von FinanceScout24 Befragten gaben
an, dass sie dafür eine Schufa-Auskunft vorlegen mussten. Ähnlich bei
Mietverträgen: Mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent)
mussten ihren potenziellen Vermietern eine Schufa-Bonitätsprüfung
vorlegen. Um von der Bank einen Kredit zu erhalten, war in 58 Prozent
der Fälle eine Schufa-Auskunft nötig. Von Immobilieneigentümern
verlangten die Banken dabei öfter eine Schufa-Auskunft (73 Prozent)
als von Menschen, die zur Miete wohnen (52 Prozent).

Obwohl die Auskünfte der Schufa in vielen Fällen des alltäglichen
Geschäftslebens vorgelegt werden müssen, kennen nur 30 Prozent der
Befragten ihren persönlichen Eintrag und den sogenannten Scoringwert.
Der Rest hat keine Ahnung – das gilt sogar für diejenigen, die
bereits einmal eine Schufa-Auskunft vorlegen mussten. Man sollte
jedoch seinen Schufa-Eintrag kennen, um etwaige Fehler auszuschließen
oder negative Einträge gegebenenfalls löschen zu lassen.

Schufa-Daten bringen Vorteile

„Bei so viel Ahnungslosigkeit ist es nicht verwunderlich, dass die
meisten Menschen der Schufa gegenüber skeptisch sind. Doch das zu
Unrecht, denn mehr als 90 Prozent der gespeicherten Daten sind
positiv – was die Schufa auch so weitergibt“, weiß Prof. Dr. Steffen
Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung (Real
Estate Finance) an der IRE|BS International Real Estate Business
School und Direktor am Center of Finance der Universität Regensburg.
Zudem hätten positive Schufa-Einträge auch etwas Gutes, so Professor
Sebastian weiter: „Je besser etwa ein Kreditnehmer bei der Schufa
bewertet wird, desto günstigere Zinskonditionen sind bei der
Kreditvergabe möglich.“ Eine Auskunft über den eigenen Eintrag ist
übrigens denkbar einfach online möglich. Diese Selbstauskunft wird
auch nicht als Eintrag gespeichert.

Für die aktuelle Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut
Innofact AG vom 5. bis 8. Juni 2015 im Auftrag von FinanceScout24
1.030 Personen, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (18 bis
65 Jahre) und Geschlecht quotiert. Mehrfachantworten waren möglich.

Die gesamten Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von
FinanceScout24 zur Schufa finden Sie unter
www.financescout24.de/wissen/studien/umfrage-schufa-freund-oder-feind

Pressekontakt:
Johannes Scherer, ARAGON MEDIA GmbH, Rosenheimer Straße 139, 81671
München, E-Mail: johannes.scherer@aragonmedia.de, Fon: +49 (0)89
693513 18

Liana Heinrich, Scout24 Services GmbH, Dingolfinger Str. 1-15, 81673
München, E-Mail: liana.heinrich@financescout24.de, Fon: +49 (0)89 444
56-2231

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