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Sechs Monate über drei Kontinente in Richtung Abitur mit digitaler Bildung – Wie geht das?

Schülergruppe E-International in den Dolomiten, Italien
 

Ein halbes Jahr mit einer Schülergruppe weltweit unterwegs sein, eintauchen in fremde Kulturen, Unterricht gemäß Lehrplan per E-Learning, erlebnisorientiert und praxisbezogen lernen mit Projekten aus Umwelt, Wirtschaft, Sport, Kultur und Sozialem. Die Alternative zur konventionellen E-Phase kann als Ganzjahresprogramm mit anschließendem Internatsbesuch auf Schloss Bieberstein oder als Semesterprogramm für das erste Halbjahr gebucht werden. Voraussetzung ist die Zulassung zur Gymnasialen Oberstufe. Externe Teilnehmer benötigen eine Genehmigung ihrer Schule und müssen für die Dauer freigestellt werden. Stipendien sind über die Stiftung Hermann-Lietz-Schulen und die STIFTUNG BILDUNG UND JUGEND möglich.

Die Reiseroute für das Schulhalbjahr 2021/2022 ist bereits geplant, der diesjährige Reisekalender sieht neben europäischen Zielen die Länder Nepal, die V.A. Emirate und Südafrika vor. Robert Miebach, Coach und Projektkoordinator E-International, begleitet die Schülergruppe auf ihrer erlebnisreichen Reise. Hier erläutert er die Vorteile und Herausforderungen des E-Learning Unterrichts vor Ort:

Die Schülergruppe der E-International ist ein halbes Jahr weltweit unterwegs und wird ausschließlich online unterrichtet. Kann das funktionieren?

Robert Miebach: Wir machen das jetzt seit vier Jahren. Mit der Zeit lernt man, worauf es ankommt. Neben engagierten Lehrkräften und funktionierender Technik ist in besonderem Maße die Motivation der Schüler erfolgsentscheidend. Diese geht irgendwann verloren, wenn man nur einsam vor sich hinarbeitet. Bei E-International sind die Schüler zwar räumlich vom Lehrer getrennt, jedoch arbeiten und lernen sie gemeinsam in einer Gruppe mit festen Unterrichtszeiten. Sie können sich gegenseitig unterstützen und Probleme diskutieren, durch diese Interaktion entsteht eine positive Dynamik. Zusätzlich sind Schulfächer in Epochen eingeteilt, d.h. man hat ein Fach zwei Wochen am Stück täglich, jeden Tag insgesamt nur drei Fächer. Der Fokus auf nur wenige Fächer macht das Lernen sehr viel effektiver. Der Unterricht ist zwangsläufig recht schülerzentriert, dadurch lernen die Jugendlichen mit der Zeit eigenständiger und zielorientierter.

Auf Videos und Fotos sieht man Schüler bei allen möglichen Aktivitäten aber nicht unbedingt beim Unterricht. Wo liegen die Prioritäten?

Robert Miebach: Uns geht es in erster Linie um die Erfahrungen und Erlebnisse, die persönliche Entwicklung der Schüler. Dafür bieten die unterschiedlichen Reisen ein unglaubliches Potential, das wir selbstverständlich auch nutzen wollen. Hier liegen Sinn und der Zweck des Programms. Allerdings sind wir eine Schule und kein Reiseveranstalter. Unser Erfolg misst sich somit vorrangig an den schulischen Leistungen der Teilnehmer. Also muss beides Hand in Hand gehen. Die meisten unserer Aktivitäten haben klar definierte Bildungsziele. Oft sind sie Teil des Unterrichts oder ergänzen diesen um praktische Elemente. Oft geht es um neue Erfahrungen, fremde Kulturen und den Blick über den Tellerrand. Manchmal geht es auch einfach nur darum, Spaß zu haben. In jedem Fall helfen die außerschulischen Aktivitäten den Schülern, sich für den Unterricht zu motivieren. Montag bis Freitag haben die Jugendlichen täglich sechs Schulstunden Unterricht, die Abwechslung an Nachmittagen und Wochenenden tut allen sehr gut und unterstützt in vielerlei Hinsicht den Lernprozess.

Welche Rolle kommt dabei dem Lehrer zu? – Wo findet denn der Unterricht statt?

Robert Miebachs Antworten dazu sind unter www.e-international.de zu finden.

Lernen mit allen Sinnen

„Auf E-International habe ich viel über mich und die Welt gelernt. Das Projekt war eine einmalige Möglichkeit, die es so nur auf Schloss Bieberstein gibt. ….“ – Bisherige Teilnehmer*innen der E-International berichten von prägenden Erlebnissen, einer spannenden Reise um den Globus, extrem viel Spaß, Bereicherung für das Leben, u. v. m. Diese Erfahrungen sind eine Bestätigung für das Lietz Internat Schloss Bieberstein, die E-International auf diese besondere Art und Weise fortzusetzen.

Für Interessierte gibt der neue Trailer der E-International in nur einer Minute Einblick in die Schule auf Reisen.

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