Strategische Unternehmensführung im unsicheren Marktumfeld: Navigationssystem steht zur Verfügung, gesteuert wird häufig anders

„Mastering uncertainty and volatility“: zweiter Teil der dreiteiligen PwC Deals-Studie jetzt erschienen / Strategische und operative Tools zur Steuerung des Unternehmensportfolios häufig implementiert, aber zu inkonsequent genutzt / Derartige Analysen erfolgen zu selten nach transparenten, objektiven Kriterien

Das Marktumfeld vieler Branchen und Unternehmen ist heute von zunehmender Unsicherheit und Komplexität geprägt. Darauf müssen Unternehmensentscheider reagieren. Wie gewinnen sie die notwendigen Erkenntnisse für strategische Entscheidungen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die exklusive dreiteilige PwC Deals-Studie, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Kantar und der Technischen Universität Darmstadt erstellt hat. Der zweite, jetzt veröffentlichte Studienteil mit dem Titel „Mastering uncertainty and volatility“ untersucht, wie Unternehmensentscheider den Reife- und Professionalisierungsgrad ihres strategischen Portfolio-Managements und des Managements ihrer Unternehmensstrukturen bewerten.

Die Untersuchung beantwortet Fragen wie die folgenden: In welchem Ausmaß haben Entscheider Tools und Methoden implementiert, um in einem immer unsicheren und komplexen Marktumfeld informierte und bewusste Entscheidungen hinsichtlich Ihres Unternehmensportfolios treffen zu können? Wie objektiv und transparent nutzen Entscheider diese Tools und Methoden – und wie konsequent setzen sie daraus abgeleitete Maßnahmen um? An der Befragung haben sich mehr als 150 Vorstände und Top-Entscheider zahlreicher Branchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Unternehmensentscheider nutzen Tools für das Portfolio-Management nicht konsequent genug

Bei strategischen Entscheidungen im Portfolio-Management, also über Unternehmenskäufe und -verkäufe, Investitionen und Umstrukturierungen, hilft ein sogenanntes strukturiertes Strategic Fit Assessment (SFA). Es definiert, welche Unternehmenseinheiten zum Kerngeschäft gehören und welche nicht. Ein wichtiges Studienergebnis dazu lautet: Etwa acht von zehn der befragten Entscheider (80,9 Prozent) haben solch ein strukturiertes Strategic Fit Assessment (SFA) bereits voll oder teilweise implementiert.

Aber trotz des hohen Implementierungsgrads, bleibt der Einfluss auf die letztendliche Entscheidung begrenzt: Nicht einmal die Hälfte der Entscheider (43,3 Prozent) führt – zum Beispiel im Vorfeld von Unternehmenstransaktionen – eine derartige Analyse transparent und objektiv durch. Und mit 30,7 Prozent gab fast ein Drittel der Entscheider an, dass sie eine Einheit nur verkaufen würden, wenn sich eine gute Gelegenheit dafür ergibt; 29,9 Prozent nur dann, wenn die Marktbedingungen dafür günstig sind. 13,4 Prozent sagten sogar, dass sie nach einem entsprechenden SFA-Ergebnis gar nichts unternehmen würden. Und nicht einmal jeder zehnte der befragten Entscheider (9,5 Prozent) würde eine Unternehmenseinheit schnell verkaufen, wenn sie gemäß einer derartigen Vorabprüfung nicht zum Kerngeschäft zählt und nicht optimal zur Unternehmensstrategie passt.

Dr. Joachim Englert, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Advisory bei PwC Deutschland sagt: „Die meisten Unternehmensentscheider haben zwar entsprechende Tools implementiert, setzen daraus abgeleitete Maßnahmen aber noch nicht konsequent genug um.“

Entscheider bereiten sich zu spät auf immer komplexere Unternehmensstrukturen vor

Zusätzlich zum Portfolio-Management beleuchtet die Studie, wie Entscheider die immer komplexeren Unternehmensstrukturen managen. Je komplexer die operativen Strukturen sind, desto wichtiger ist es für Unternehmenslenker, diese detailliert zu bewerten. Denn nur so lassen sich betriebliche Strukturen optimal managen, um auf eine zunehmend volatile Marktumgebung zu reagieren. So geht mehr als die Hälfte der befragten Entscheider (56,7 Prozent) davon aus, dass die Komplexität von Unternehmensstrukturen in den nächsten fünf Jahren linear zunimmt. Etwa ein Viertel der Befragten (24,8 Prozent) rechnet sogar mit einer exponentiellen Komplexitätszunahme. Demgegenüber erwarten lediglich 18,5 Prozent gleichbleibende bzw. abnehmende Komplexität.

Einen standardisierten Prozess, um solche immer komplexeren Unternehmensstrukturen zu identifizieren, zu bewerten und zu managen, bietet das sogenannte Operational Fit Assessment (OFA). Nahezu drei Viertel der Entscheider (72,7 Prozent) haben in ihren Unternehmen zumindest teilweise ein derartiges OFA implementiert. Allerdings sagten nur 36 Prozent von ihnen, dass das OFA transparent und weitgehend nach objektiven Kriterien durchgeführt wird. Samy Walleyo, Partner und Value Creation Leader bei PwC Deutschland, gibt zu bedenken: „Zwar rechnen acht von zehn der Entscheider damit, dass ihre Unternehmensstrukturen an Komplexität zunehmen. Sie zögern aber noch zu häufig, ihre Management-Ansätze entsprechend zu professionalisieren – und bringen sich damit um die Chance, sich rechtzeitig auf die steigende Komplexität vorzubereiten.“ Immerhin: 78 Prozent der Befragten setzen die vom OFA abgeleiteten Maßnahmen unabhängig von der Qualität der Kriterien konsequent um.

Mit geeigneten Tools und Methoden frühzeitig auf zunehmende Volatilität reagieren

Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse des zweiten PwC-Studienteils: Entscheider sollten den Professionalisierungs- und Reifegrad für das Portfolio-Management und das Management ihrer Unternehmensstrukturen deutlich erhöhen. Samy Walleyo kommentiert: „Je volatiler die Marktaussichten sind, desto besser müssen Unternehmen ihre Strategien überprüfen und anpassen.“ Der PwC-Experte ergänzt: „Entscheider sollten möglichst früh in geeignete Tools und Methoden für das Portfolio-Management und das Management ihrer Unternehmensstrukturen investieren. Umso leichter wird es ihnen fallen, adäquat auf vermehrte Unsicherheit und steigende Komplexität zu reagieren.“

Der dritte und letzte Teil der PwC Deals-Studie mit dem Titel „Unlocking value through carve-outs“ erscheint im Dezember 2020 und beleuchtet Carve-outs als strategisches Instrument, um den Herausforderungen eines volatilen Marktumfelds und unsicheren Zukunftsaussichten zu begegnen.

Die Studie finden Sie unter folgendem Link:

https://www.pwc.de/dealsstudy/Teil_zwei

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 284.000 Mitarbeiter in 155 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure (https://www.pwc.com/gx/en/about/corporate-governance/network-structure.html) .

Pressekontakt:

Lara Pfeffer
PwC Communications
Tel.: +49 151 64063155
E-Mail: mailto:lara.pfeffer@pwc.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8664/4775336
OTS: PwC Deutschland

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