Taifun Haiyan richtet schwere Zerstörung in den Philippinen an

Nach dem schlimmsten Taifun seit Jahrzehnten ist das ganze Ausmaß der Zerstörung in den Philippinen noch ungewiss. Plan International warnt, dass besonders Menschen in entlegenen und armen Regionen von der Zerstörung betroffen sein werden. Nothilfe-Experten sind einsatzbereit für eine Bedarfsanalyse.

Bewohner von Städte und Ballungsgebiete waren gut auf den nahenden Taifun Haiyan vorbereitet, sie wurden rechtzeitig informiert und konnten evakuiert werden, bevor Haiyan mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 310 Stundenkilometern auf Land traf. Der Sturm hatte einen Durchmesser von 600 Kilometern, so war die Evakuierung sehr schwer. Die Menschen wurden in höher gelegene Regionen gebracht oder fanden Schutz in öffentlichen Gebäuden, wie Schulen.

Plan befürchtet, dass sehr abgelegene Dörfer in armen Regionen nicht mehr rechtszeitig vor dem Sturm gewarnt werden konnten oder das Menschen sich nicht evakuieren lassen wollten, aus Angst, ihr Eigentum zu verlieren. Daher wird Plan besonders in diesen Regionen mit der Nothilfe beginnen. Erfahrungsgemäß sind die Benachteiligsten Menschen einer Gesellschaft am schlimmsten von Naturkatastrophen betroffen.

„Kollegen vor Ort berichten von riesigen Wellen, abgebrochenen Strommasten, umgestürzten Bäumen, Erdrutschen, zerstörten Häusern und umher fliegende Dächer. Wir hatten es hier mit einem wirklichen Monster-Taifun zu tun. Sie können sich vorstellen, wie furchteinflößend das ist“, erklärt Carin van Hor, Länderdirektorin von Plan Philippinen. Die Nothilfe-Experten befürchten, dass Sturzfluten, Erdrutsche und Sturmfluten noch schlimmere Zerstörung anrichten könnten.

Gute Vorbereitung auf Taifun
Schon am Mittwoch wurde mit der Evakuierung von Plan-Programmgebieten in Nord- und West-Samar, Southern Leyte, Masbate und Occidental Mindoro begonnen. Zudem wurden 4.000 Sets zur Wasseraufbereitung und 4.000 Plastikplanen für den Bau von Notunterkünften in den Gemeinden bereitgestellt, damit die Verteilung unmittelbar vorgenommen werden kann, auch wenn die Straßen und Infrastruktur zerstört sind. Mit diesen Vorräten können ca. 20.000 Menschen versorgt werden. Weitere Hilfsgüter stehen als Reserve bereit. Nothilfe-Experten sind einsatzbereit für eine Bedarfsanalyse.

Taifun Haiyan war weltweit der stärkste Sturm in diesem Jahr und auch stärker als Taifun Bopha 2012.

Alle Programmgebiete von Plan sind von Haiyan betroffen. Zu den vielen Millionen betroffenen Menschen gehören auch Patenkinder.

Plan Deutschland beteiligt sich an den Nothilfe-Maßnahmen in den Philippinen. Sie können diese Hilfsmaßnahmen über den Nothilfe-Fonds unterstützen:

Plan International Deutschland e.V.
Konto-Nr. 9444933
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 25120510
Stichwort: „Nothilfe-Fonds“

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