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Testergebnis macht Hoffnung auf mehr Sicherheit im deutschen Straßenverkehr

Teststrecke in den Niederlanden (c) Tönnjes E.A.S.T.
 

Bremen, Oktober 2016. Die RFID-Chip-Technologie aus dem Hause TÖNNJES E.A.S.T. überzeugt auf ein Neues: Das deutsche Unternehmen konnte im August dieses Jahres seinen gemeinsamen Feldversuch mit dem niederländischen Verteidigungsministerium zur Fahrzeugidentifikation mittels RFID-Chip-Technologie erfolgreich abschließen. Das System bietet in Kombination mit der verschlüsselten Chiptechnologie NXP UCODE DNA eine sichere, robuste, effektive und verlässliche Möglichkeit zur Fahrzeugidentifikation – und das bei Entfernungen von bis zu zwanzig Metern und Geschwindigkeiten bis 150 Kilometer pro Stunde. Nun legt TÖNNJES E.A.S.T. erstmals detaillierte Testergebnisse vor. Das Resultat: Die zweimonatige Praxisphase auf einem Militärgelände bei Eindhoven belegt, dass Pkw zu 100 Prozent identifiziert werden können. Herkömmliche, kamerabasierte Systeme erreichen lediglich eine Erfassungsquote von bis zu 62 Prozent. Das vergleichbar schwache Abschneiden der Kamera-Technologie ist auf die starke Abhängigkeit von Witterungs- und Sichtbedingungen zurückzuführen, die bei Regen, Schnee oder verschmutzten Kennzeichen schnell an ihre Grenzen stößt. Entsprechende kamerabasierte Systeme kommen im Bereich der derzeit für die B 6 in Niedersachen und die A 1 in Nordrhein-Westfalen geplanten Abschnittskontrollen namens „Section Control“ zum Einsatz. Hierbei werden Fahrzeugführer anders als bisher nicht an einzelnen Standorten kontrolliert, sondern für die Überschreitung einer Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem längeren Streckenabschnitt belangt.

„Die Testergebnisse bestätigen unsere Erwartungen und zeigen, dass bei der Fahrzeugerfassung künftig kein Weg mehr an RFID-Chip-Technologie vorbeiführt. Darüber hinaus stehen nun auch die Chancen für eine baldige flächendeckende Einführung in unserem Nachbarland sehr gut“, meint Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei TÖNNJES E.A.S.T. Vor diesem Hintergrund regt das Unternehmen an, die für Deutschland geplante Section Control um RFID-Technologie zu erweitern. Im Durchschnitt regnet es in Deutschland an 121 Tagen. Deshalb sei es sinnvoll, ein witterungsunabhängiges System einzusetzen. Nur so könnten Raser lückenlos erfasst werden. „Eine Ergänzung des für Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geplanten Kamera-Systems Section Control um unsere RFID-Chip-Technologie würde damit für noch mehr Sicherheit und Gerechtigkeit im bundesweiten Straßenverkehr sorgen“, ist sich Mönning sicher. Österreich ließ eine Teststrecke mit Section Control bereits 2003 auf der A22 im Wiener Kaisermühlentunnel installieren. Laut Betreiber Asfinag sanken die Unfallzahlen dort innerhalb von zehn Jahren um rund 50 Prozent. Niemand kam mehr zu Tode. Die Durchschnittsgeschwindigkeit reduzierte sich zudem bei PKW um zehn Stundenkilometer und bei LKW um 15 Stundenkilometer. Anders als auf den geplanten Teststrecken in Deutschland schützt in Österreich der Tunnel selbst vor schlechten Witterungsbedingungen.

Der aktuelle Feldversuch aus den Niederlanden setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: dem herkömmlichen kamerabasierten System mit automatischer Nummernschilderkennung, der witterungsunabhängigen RFID-Chip-Technologie sowie einer Kombination beider Systeme. Das Testergebnis legt die Schwächen der alleinig eingesetzten kamerabasierten Technologie offen: Von 100 Fahrzeugen konnten nur 52 Verkehrsmittel eindeutig identifiziert werden. Zehn Pkw wurden ungenau identifiziert. 38 konnten gar nicht erfasst werden. Eine nicht genaue Identifikation meint, dass ein oder mehrere Zeichen auf dem Kennzeichen nicht korrekt angezeigt werden – was eine Identifikation grundsätzlich aber immer noch möglich macht. Deshalb empfiehlt TÖNNJES E.A.S.T., basierend auf den Testergebnissen, beide Technologien miteinander zu kombinieren. Denn in diesem Fall konnten 85 von 100 Fahrzeugen vollständig und zusätzlich 15 ungenau identifiziert werden. Der Fall, dass bei der Kombination der Systeme ein Pkw gar nicht erfasst wurde, trat nicht ein.

Alle in den Niederlanden getesteten Fahrzeuge wurden von TÖNNJES E.A.S.T. mit IDePLATES und IDeSTIX ausgestattet. Dabei handelt es sich um Kfz-Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber, die über einen integrierten RFID-Chip verfügen. Als Grundlage dient der Kryptochip UCODE DNA des Halbleiterherstellers NXP Semiconductors. Dieser passive Sicherheitschip verfügt neben einer hohen Lesereichweite auch über eine Verschlüsselungstechnologie. Diese garantiert Datenschutz und Privatsphäre der Fahrzeugführer. Gesonderte Hochgeschwindigkeitstests belegen zudem, dass datenschutzfreundliche verschlüsselte Identitätsprüfungen bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern problemlos möglich sind. Dies gelte auch für mehrspurige Autobahnen. Um die Identifikationsquote auf deutschen Straßen zu steigern, arbeitet das Unternehmen aus Niedersachsen momentan außerdem an der Entwicklung einer Bodenantenne. Diese soll in die entsprechenden Fahrbahnen eingelassen werden und speziell zur Identifikation von IDePLATES dienen. Somit werde die Distanz zwischen dem RFID-Chip und dem Lesegerät auf ein Minimum reduziert.

Bildhinweis: Teststrecke in den Niederlanden (c) Tönnjes E.A.S.T.

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