TÜV Rheinland: Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich / Gesamtes Unternehmen einbeziehen / Identifikation der Mitarbeiter wichtig / Standard als solide Basis

Nachhaltigkeit ist ein weltweit bestimmendes Thema
dieser Tage – gerade für Unternehmen. Dabei geht es um mehr als die
Einhaltung umweltrechtlicher Vorschriften. Ein nachhaltiger Betrieb
muss ebenso soziale wie wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Der
Vorteil: Dieses Engagement steigert das Vertrauen der Kunden und
Lieferanten, bindet Mitarbeiter dauerhaft und macht Firmen für
Arbeitnehmer attraktiv. “Um wirklich nachhaltiger zu agieren, ist es
wichtig, dass vom Azubi bis zur Geschäftsführung alle aktiv beteiligt
sind”, sagt Thomas Tillmann, Fachmann für nachhaltige
Unternehmensführung bei TÜV Rheinland. Wichtig ist, dass die
Strategie zur Umsetzung beim Top-Management angesiedelt ist und dass
die Geschäftsführung mit gutem Beispiel vorangeht.

Ideenwettbewerb holt Mitarbeiter an Bord

So kann ein Unternehmen beispielsweise von seinem Lieferanten
verlangen, dass dieser Verpackungsmüll reduziert. Auch ist es
sinnvoll, auf die Arbeitsverhältnisse in der Produktion zu achten.
Ein Unternehmen kann ebenfalls ausschließlich Rohstoffe aus
nachhaltigem Anbau verwenden. “Wer klimaneutral produzieren möchte,
bezieht beispielsweise Ökostrom aus erneuerbaren Energien”, weiß
Tillmann. Kleinere Schritte sind gut und sinnvoll. Das Licht über
Bewegungsmelder einzuschalten oder die Bildschirme in den Pausen
abzuschalten, Abfälle zu vermeiden und zu trennen oder Wasser
einzusparen – darauf sollten Mitarbeiter im Rahmen von Workshops
sensibilisiert werden. “Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter
eingebunden werden, um sich mit dem Thema zu identifizieren”, erklärt
Tillmann. Nachhaltigkeits- oder Ideenwettbewerbe seien dazu ideal.
Beispielsweise könnten Unternehmen Preise ausloben, die die
Mitarbeiter dazu motivieren, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Wer am
meisten zur CO2-Reduzierung beiträgt, gewinnt.

Zertifikat zeigt Engagement nach innen und außen

Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ebenfalls ein Baustein des
nachhaltigen Wirtschaftens. Ob eigenes Fitness-Programm, Yoga am
Arbeitsplatz oder Trainings für eine bessere Work-Life-Balance – die
Angebote sind vielfältig. Der ZNU-Standard “Nachhaltiger
Wirtschaften” kann Unternehmen als solide Basis für ihr Engagement
dienen. Sie können sich prüfen und zertifizieren lassen, um ihre
Bemühungen nach innen und außen sichtbar zu machen. Zudem ist der
Standard angelehnt an die deutschen CSR-Richtlinien und die
Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der Standard ist offen
für alle Branchen, international gültig und somit auch für
Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland oder ausländischen
Lieferanten ideal.

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