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Verbraucherpreise Mai 2016: + 0,1 % gegenüber Mai 2015/Teuerungsrate weiterhin auf niedrigem Niveau

Sperrfrist: 10.06.2016 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Mai 2016 um 0,1 % höher
als im Mai 2015. Die Inflationsrate – gemessen am
Verbraucherpreisindex – hat sich nach dem leichten Rückgang im
Vormonat (April 2016: – 0,1 %) etwas erhöht, bewegt sich aber
weiterhin auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum April 2016 stieg der
Verbraucherpreisindex im Mai 2016 um 0,3 %. Das Statistische
Bundesamt (Destatis) bestätigt damit seine vorläufigen
Gesamtergebnisse vom 30. Mai 2016.

Dämpfend auf die Gesamtteuerung im Mai 2016 wirkte – wie bereits in
den Vormonaten – die Preisentwicklung von Energie (- 7,9 %). Der
Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich jedoch den
dritten Monat in Folge leicht abgeschwächt. Im Mai 2016 war unter den
Energieprodukten der Preisrückgang bei Mineralölprodukten am
stärksten (- 14,9 %; davon leichtes Heizöl: – 25,0 %; Kraftstoffe: –
12,0 %). Günstiger wurden auch andere Energieprodukte (zum Beispiel
Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: – 9,2 %; Gas: – 2,6 %). Nur
die Preise für Strom erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat (+
0,9 %). Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im
Mai 2016 bei + 1,2 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel blieben im Mai 2016 gegenüber dem
Vorjahresmonat unverändert und wirkten sich somit nicht mehr wie in
den Vormonaten preistreibend auf die Gesamtteuerung aus. Im April
2016 hatte die Teuerungsrate für Nahrungsmittel noch bei + 0,5 %
gelegen. Teurer binnen Jahresfrist wurden im Mai 2016 vor allem Obst
(+ 1,8 %) und Gemüse (+ 2,8 %) sowie Fisch und Fischwaren (+ 3,3 %).
Deutlich billiger wurden hingegen Molkereiprodukte (- 6,2 %, darunter
Quark: – 13,1 %; H-Milch: – 9,4 %). Für den Preisrückgang bei
Speisefetten und Speiseölen (- 5,9 %) sind vor allem die derzeit
sinkenden Butterpreise verantwortlich (Butter: – 15,2 % gegenüber Mai
2015).

Die Preise für Waren insgesamt sanken im Mai 2016 im Vergleich zum
Mai 2015 um 0,9 %, maßgeblich bestimmt durch den Preisrückgang bei
der Energie. Zudem verbilligten sich Kaffee, Tee und Kakao (- 4,2 %,
darunter Bohnenkaffee: – 6,7 %) für die Verbraucher spürbar.
Demgegenüber verteuerten sich einige Waren deutlich im Vergleich zum
Vorjahr, zum Beispiel pharmazeutische Erzeugnisse (+ 2,8 %),
Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,2 %) sowie Tabakwaren (+ 5,0 %).

Im Gegensatz zum Preisrückgang bei Waren verteuerten sich im Mai 2016
Dienstleistungen insgesamt im Vergleich zum Mai 2015 um 1,2 %. Diese
Entwicklung wurde entscheidend durch die moderate Entwicklung bei
Nettokaltmieten bestimmt (+ 1,1 %), da private Haushalte etwa ein
Fünftel ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Darüber hinaus
verteuerten sich binnen Jahresfrist einige Dienstleistungen
deutlicher, unter anderem Sport- und Erholungsdienstleistungen (+ 3,1
%), Versicherungsdienstleistungen (+ 2,4 %) sowie Wartung und
Reparatur von Fahrzeugen (+ 2,3 %). Einige Dienstleistungen waren
hingegen günstiger, zum Beispiel Pauschalreisen (- 1,2 %) und
Telekommunikationsdienstleistungen (- 1,6 %).

Veränderung im Mai 2016 gegenüber dem Vormonat April 2016
Im Vergleich zum April 2016 stieg der Verbraucherpreisindex im Mai
2016 um 0,3 %. Ein wesentlicher Grund für den Preisanstieg war die
Preisentwicklung bei Energie (+ 1,6 %): Binnen Monatsfrist zogen
sowohl die Preise für leichtes Heizöl (+ 9,0 %) als auch für
Kraftstoffe(+ 3,3 %, darunter Superbenzin: + 2,8 %; Dieselkraftstoff:
+ 5,1 %) deutlich an. Zudem erhöhten sich unter anderem die Preise
für Erzeugnisse und Verbrauchsgüter der Gartenpflege (+ 2,2 %,
darunter Schnittblumen: + 5,0 %; Obstgehölze, Blumenzwiebeln oder
Ähnliches: + 1,5 %).

Dagegen sanken die Preise für Nahrungsmittel insgesamt im Mai 2016
gegenüber dem Vormonat um 0,5 %. Hier gab es Preisrückgänge
insbesondere bei Speisefetten und Speiseölen (- 1,0 %, darunter
Butter: – 3,1 %) sowie bei Molkereiprodukten (- 3,9 %, darunter
H-Milch: – 10,2 %, frische Milch: – 9,2 %). Etwas günstiger im
Vergleich zum Vormonat waren zum Beispiel auch Bekleidungsartikel (-
1,3 %) sowie Schuhe und Schuhzubehör (- 0,3 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland
Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland blieb im Mai 2016
unverändert gegenüber Mai 2015. Im Vergleich zum Vormonat April 2016
stieg der Index im Mai 2016 um 0,4 %. Die vorläufigen Ergebnisse für
den HVPI vom 30. Mai 2016 wurden damit bestätigt.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte:
Telefon: (0611) 75-4777,
www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

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