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Verkehrssicherheit im Betrieb zum Thema machen – Arbeits- und Wegeunfälle mit LKW nehmen zu (FOTO)


 


Bei den Arbeits- und Wegeunfällen im Straßenverkehr hat die Zahl
der Unfälle, an denen ein LKW beteiligt war, in den vergangenen
Jahren zugenommen. Im Jahr 2014 waren es noch knapp 5.600 Unfälle,
2018 schon 6.228. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen anlässlich des Kontrolltags sicher.mobil.leben der
Polizei hin. Unter dem Motto „Brummis im Blick“ kontrolliert die
Polizei heute bundesweit die Sicherheit von Lkw und die
Fahrtauglichkeit ihrer Fahrerinnen und Fahrer. Die gesetzliche
Unfallversicherung unterstützt das Anliegen, die Sicherheit im
Straßenverkehr zu fördern. Im Rahmen ihrer Kampagne „kommmitmensch“
ruft sie Betriebe auf, Führungskräfte und Beschäftigte stärker für
die Risiken von Ablenkung am Steuer zu sensibilisieren. „Bei den
Unfällen, die wir registrieren, kamen überwiegend Kraftfahrerinnen
und -fahrer zu Schaden, aber auch Versicherte, die mit dem Rad oder
zu Fuß unterwegs waren“, sagt Gregor Doepke, Leiter der Kampagne
„kommmitmensch“ und Kommunikationschef der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV). Im Jahr 2018 habe die gesetzliche
Unfallversicherung 84 tödliche Unfälle mit LKW-Beteiligung
verzeichnet.

„Die Ursachen für einen Verkehrsunfall sind häufig komplex. Aber
jedes Unternehmen kann einen Beitrag zur Sicherheit seiner
Beschäftigten leisten, indem es Verkehrssicherheit zum Thema macht.
Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen und
verdeutlichen, dass ihnen die Sicherheit der Beschäftigten wichtig
ist. Dabei sollte auch deutlich gemacht werden, dass das Arbeiten am
Computer während der Fahrt – was man inzwischen häufiger sieht – ein
No-Go ist. Unser aktuelles Präventionsplakat greift dieses Motiv
daher auf.“ Im Rahmen ihrer Präventionskampagne kommmitmensch geben
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Tipps, wie Unternehmen das
Thema angehen und ihre Präventionskultur verbessern können. Dabei
stellt die Kampagne riskantes Verhalten unter dem Titel „blöde Idee“
dem sicherheitsbewussten Verhalten – „schlauen Ideen“ – gegenüber.
„Ziel ist, dadurch den Dialog über Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit in den Unternehmen zu fördern“, so Doepke. Erst das gemeinsame
Gespräch über Gefahrensituationen ermögliche den Aufbau einer
konstruktiven Fehlerkultur. Das bedeute zum Beispiel: Beinahe-Unfälle
ansprechen und aus den eigenen Fehlern lernen. Doepke: „Was ist uns
wichtig? Wollen wir nur schnell ans Ziel kommen bei unseren Fahrten
oder wollen wir vor allem sicher und gesund ankommen, ohne uns und
andere zu gefährden? Was können wir dafür tun? Über diese Fragen zu
sprechen, hilft die Präventionskultur im Unternehmen voranzubringen.“

Das Thema Verkehrssicherheit gehöre auf jeden Fall in die
Gefährdungsbeurteilung, die jeder Betrieb erstellen müsse. Sie könne
auch ein guter Ausgangspunkt sein, um Verbesserungen anzustoßen. Wie
sieht es aus im Fuhrpark? Wird alles regelmäßig gewartet? Welche
sicherheitstechnischen Neuerungen sollte der Betrieb beim Kauf von
Fahrzeugen berücksichtigen?

Doepke: „Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg zur
Präventionskultur finden. Wichtig ist, den Prozess zu beginnen – für
mehr Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen und im Straßenverkehr.
Denn alle Beschäftigten sind auch Verkehrsteilnehmer.“

Weitere Informationen: https://www.kommmitmensch.de und
https://www.abgelenkt.info/

Hintergrund „kommmitmensch“

kommmitmensch ist die bundesweite Präventionskampagne von
Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hintergrund ist, dass
die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren nicht mehr
deutlich gesunken ist. Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne
Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, weiter näher zu
kommen, braucht es deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: kommmitmensch
unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine
Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit
Grundlage allen Handelns sind.

Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: +49-30-13001-1414
E-Mail: presse@dguv.de
Glinkastr. 40, 10117 Berlin

Original-Content von: Präventionskampagne kommmitmensch, übermittelt durch news aktuell

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