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Volksbank-Mitarbeiter werden zu Lebensrettern

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Nicht immer sind es riesige Summen, die darüber entscheiden, ob ein Projekt nachhaltig erfolgreich ist. Das wissen die Mitarbeiter der Volksbank Hunsrück-Nahe aus dem Arbeitsalltag der Bank. Denn zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung von Privat- und Geschäftskunden bei der Finanzierung auch kleinerer Vorhaben. Nachhaltig ist aber in jedem Fall das, was 20 Mitarbeiter des Hauses nun geleistet haben. Sie haben sich als potenzielle Lebensretter bei der Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lassen, um einem an Leukämie erkrankten Menschen vielleicht schon in wenigen Wochen oder Monaten, vielleicht aber auch erst in einigen Jahren die Chance zu geben, den Blutkrebs zu besiegen.
Der Bankvorstand und der Betriebsrat haben die Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Den Anstoß für die Typisierungsaktion hatte Melanie Konrath, Kundenberaterin in der Birkenfelder Geschäftsstelle der Volksbank, gegeben. Sie hatte sich 1997 als 20-Jährige ein paar Milliliter Blut abnehmen lassen, um typisiert zu werden. 2005 rettete sie dann einer zweifachen Mutter in Südafrika das Leben. Sie weiß: „Mit jedem neuen Spender erhöht sich die Chance, dass einem Menschen, der an Leukämie erkrankt ist, das Leben gerettet werden kann.“ Die Idee für die Typisierungsaktion im Kollegenkreis traf auf offene Ohren, schließlich engagiert sich die Bank mit Geldspenden bei vielen kleineren und größeren Projekten in der Region. Zudem gibt es hausintern die Initiative „Mitarbeiter helfen“, bei der Kollegen in ihrem ehrenamtlichen Engagement gestärkt werden.
Während einer Betriebsversammlung in Simmern ließen sich 20 Mitarbeiter nun als potenzielle Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren. Der erste, der am Stand der Stiftung eine Speichelprobe abgab, war Betriebsratsvorsitzender Dominik Klein: „Für mich ist das die Möglichkeit jemandem zu helfen, der Hilfe benötigt.“ Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, freut sich über das Engagement der Mitarbeiter und der Volksbank: „Durch sie bekommen todkranke Menschen, die Chance auf Leben – ein mehr als nachhaltiges Erfolgsprojekt!“
Wie funktioniert eine Stammzellspende?
Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Die weitaus häufigste Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen. Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner das Knochemmark aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Innerhalb weniger Wochen regeneriert sich das Knochenmark.
Ist eine Online-Registrierung möglich?
Über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) kann man sich jederzeit als Stammzellspender erfassen lassen. Über den Online-Registrierungsbutton auf der Startseite kommt man zur Einverständniserklärung. Dort müssen eine Reihe von Gesundheitsfragen beantwortet werden, deshalb sollte die PDF „Wie werde ich Spender?“ vorab genau gelesen werden. Nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung bekommt man ein Registrierungsset mit genauer Anleitung zugeschickt. Für Spender, die jünger als 40 Jahre sind, entstehen dabei keine Kosten.

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