WAZ: HWWI-Chef Straubhaar befürchtet neue Welle von Kurzarbeit

Einen Übergriff der Finanzkrise auf die
Realwirtschaft wie 2008 befürchtet Thomas Straubhaar, Chef des
Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI). „Wie damals haben die
Turbulenzen an den Märkten an sich nichts mit realen Werten zu tun,
sondern sind nur mit Panik und Herdentrieb zu erklären. Doch das
nützt nichts, wenn es trotzdem zur Ansteckung auf die Realwirtschaft
kommt“, sagte er den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Samstagausgaben). Am
Freitag sackten die Börsenkurse weltweit erneut ab. „Natürlich hat
das Auswirkungen auf die Konjunktur. Es sind enorme Vermögen
vernichtet worden. Das hat Rückwirkungen auf die
Investitionstätigkeit der Unternehmen und das kann rasch auch wieder
zu Kurzarbeit in den Betrieben führen.“ Doch eine neue Rezession
erwarte er nicht. Zudem sei eine Lehre aus 2008, dass der deutsche
Arbeitsmarkt sehr stabil reagiert habe. „Das ist wichtiger als
Wachstumszahlen. Selbst bei einem Konjunktureinbruch würde ich keinen
Einbruch am Arbeitsmarkt erwarten.“

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