Der Patientenbeauftragte der Regierung, Wolfgang
Zöller, befürwortet eine Offenlegung der Finanzen von gesetzlichen
Krankenkassen. „Das hilft bei der Wahl der Krankenkasse. Der
Versicherte hat ein Recht darauf, zu wissen, wofür seine Krankenkasse
das Geld ausgibt“, sagte Zöller den Zeitungen der Essener
WAZ-Mediengruppe (Freitagsausgaben) und dem Onlineportal DerWesten.de
Nach einem Medienbericht will das Gesundheitsministerium, dass die
Kassen ihre wichtigen Finanzdaten künftig auf einem einheitlichen
Berichtsformular angeben. Dies soll dem Patienten die Kassenwahl
erleichtern. „In dem Berichtsformular sollte stehen, wie hoch der
prozentuale Anteil an den Gesamtausgaben ist, der in die Verwaltung
fließt“, sagte Zöller. Zudem solle der Versicherte erfahren, welche
Satzungsleistung sie anböten. „Ich möchte wissen, wie die Kassen mit
gestellten Anträgen umgehen – etwa für Vater-Mutter-Kind-Kuren.“ Hier
gehe es um die Frage, wie viele genehmigt und abgelehnt würden. Dies
sage etwas über die Qualität einer Kasse aus. „Es würde auch zur
Transparenz beitragen, wenn auf dem Berichtsformular das Gehalt des
Vorstands steht“, sagte Zöller.
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