Weser-Kurier: Foodwatch-Chef Bode kritisiert Zunahme von Qualitätssiegeln

Vor dem Start der „Grünen Woche“ hat Thilo Bode,
Chef der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, die Zunahme von
Qualitätssiegeln in der Lebensmittelbranche kritisiert. Im Interview
mit dem Bremer WESER-KURIER (Freitagsausgabe) sagte Bode: „Es gibt
alleine beim Fleisch Dutzende. Das nützt dem Verbraucher nichts, weil
jeder Hersteller irgendeine Prüfplakette auf seine Produkte kleben
kann, ohne dass man als Verbraucher weiß: Welche ist seriös, welche
nur eine leere Marketinghülse?“ Bode hält auch nichts von dem neuen
Label „Regionalität“, das Verbraucherschutzministerin Aigner auf der
Grünen Woche vorstellen will. Die Grüne Woche beschäftigt sich in
diesem Jahr im Schwerpunkt mit regionalen Produkten: „Damit wird die
Transparenz nicht größer. Hersteller können weiterhin ganz legal
irgendetwas von Region, Heimat und Ähnlichem erzählen – und das
Regionalfenster einfach nicht nutzen.“ Bode plädiert für eine
gesetzliche Regelung, die die Hersteller verpflichtet, die Herkunft
der Hauptzutaten ihrer Produkte anzugeben: „Damit würden sich
Regional-Schwindeleien von selbst entlarven.“

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