Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Franziska Giffey

Es hat den Anschein, als wüsste Franziska
Giffey schon, dass ihr die Doktorwürde aberkannt wird. Jedenfalls
gibt es keinen anderen Grund, zum jetzigen Zeitpunkt schon den
Rücktritt als Familienministerin anzukündigen – für den Fall der
Fälle, den sie offenbar kommen sieht. Für die SPD ist Giffeys Absage
ein Rückschlag. Galt sie doch im Gespann mit Niedersachsens
Ministerpräsidenten Stephan Weil als beste Lösung an der Spitze der
sich selbst schindenden Sozialdemokraten. Vielleicht muss es Weil
nun alleine machen – oder mit Manuela Schwesig. Giffey wäre gut
beraten gewesen, ihren Doktortitel ruhen und ihre Promotionsarbeit
nicht nur prüfen zu lassen. Denn schon früh hieß es, dass die
Vorwürfe schwerer seien als die gegen Ex-Wissenschaftsministerin
Annette Schavan (CDU). Unerklärlich ist, dass die Freie Universität
Berlin bislang nicht fähig gewesen ist, zu einem Ergebnis zu kommen.
Giffeys möglicher Rücktritt als Ministerin könnte – fiele er zeitlich
in die Phase des SPD-Parteitags Anfang Dezember – wie ein Verstärker
wirken: für den Austritt der SPD aus der Großen Koalition.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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