Die Rekordpreise an der Zapfsäule lassen nach
dem ersten Entsetzen die Rufe nach einer Anhebung der
Pendlerpauschale laut werden. Fällt die Tankrechnung scheinbar Woche
für Woche höher aus, ist der Wunsch nach einer zumindest kleinen
Kompensation nur allzu verständlich. Viel mehr ist die
Pendlerpauschale auch heute schon nicht. Am Ende schrumpft der
Kilometersatz für den Steuerbürger von 30 auf mickrige fünf Cent
zusammen. Und die kommen beim Berufspendler nur extra an, wenn er die
Werbungskostenpauschale von 1000 Euro überhaupt übertrifft.
Unternehmen dagegen können jeden Cent geltend machen. Der Staat ist
der große Preistreiber an der Tankstelle. Selbst Mineralöl- und
Ökosteuer werden – nicht unumstritten – mit Mehrwertsteuer belastet.
Ob der Staatsverschuldung ist eine Senkung der Spritabgaben
illusorisch. Weil der Staat aber an jedem Cent, den Autofahrer mehr
bezahlen, kräftig verdient, kommt dies der kalten Progression gleich.
Eine höhere Pendlerpauschale wäre ein wichtiges Signal für
Arbeitnehmer, von denen immer mehr Mobilität und Flexibilität
verlangt wird.
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