Schneeberge, Parkchaos, Glatteis und kaputte
Straßen: Der Winter hat bereits viel angerichtet. Auf die
Steuerzahler werden Kosten in Milliardenhöhe zukommen. Damit nicht
genug: Jetzt müssen Verbraucher auch noch für hohe Heizkosten tief in
die Tasche greifen. Die Aussichten sind ernüchternd: Energie wird
eher teurer als billiger. Hausbesitzer können sich wappnen, indem sie
ihr Gebäude möglichst gut dämmen. Aber was ist mit den Mietern? Sie
sind darauf angewiesen, dass ihr Vermieter beispielsweise in neue
Fenster oder ein besser isoliertes Dach investiert. Geschieht das
nicht, können die Nebenkosten sogar die Kosten für die Kaltmiete
überstiegen – eine Entwicklung, die sozial schwache Mieter in
finanzielle Bedrängnis bringen kann. Soweit darf es nicht kommen. Da
ist es befremdlich, dass die Regierung ihr Budget für das ehrgeizige
CO2-Gebäudesanierungsprogramm im Vergleich zu 2009 auf 936 Millionen
Euro halbiert hat. Zugleich will die Politik doppelt soviele Häuser
dämmen wie bisher. Hier spart Schwarz-Gelb am falschen Ende.
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Andreas Kolesch
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