Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Diesel-Nachrüstung

Lug und Betrug: So lässt sich das Gebaren der
Autoindustrie in Sachen Diesel-Skandal zusammenfassen. Und die
Bundesregierung? Die hat die Autoindustrie als wichtigen
Konjunkturmotor bislang mehr als schonend behandelt. Die spannende
Frage ist: Auf welche Seite schlägt sich die Regierung bei der jetzt
möglichen Nachrüstung von Euro-5-Dieseln – auf die der Täter, also
der Industrie, oder die der Opfer, also der betrogenen Autobesitzer?
Für Betroffene, die sich nicht so einfach einen Neuwagen leisten
können, ist die Nachrüstung der einzige Weg, die nicht mehr ganz
taufrische Familienkutsche oder das Handwerkerauto vor Fahrverboten
zu bewahren. Bislang heißt es von Regierung aber nur, sie »erwarte«
von der Autoindustrie eine Beteiligung an den Umrüstkosten. Diese
Erwartung muss die Regierung nun auch bei der Industrie durchsetzen,
will sie sich nicht den Unmut der betroffenen Autobesitzer zuziehen.
Es geht um so etwas wie die Vertrauensfrage, die tausende Besitzer
von umrüstfähigen Euro-5-Dieseln stellen werden. Auf Verkehrsminister
Andreas Scheuer und Kanzlerin Angela Merkel kommen ungemütliche
Zeiten zu.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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