Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Linkspartei

Um diesen Satz geht es: »Insorfern zieht die
deutsche Politik eine Blutspur durch Südeuropa«. Selten haben
Politiker aus der Linkspartei so sehr daneben gelegen wie diesmal.
Die Bundesregierung sowie SPD und Grüne für Suizide verzweifelter
Menschen im Süden der Europäischen Union verantwortlich zu machen,
ist durch nichts zu entschuldigen. Es stimmt, dass die einfachen
Bürger am meisten unter den Sparzwängen leiden. Es stimmt, dass die
Parteien, die in den Krisenländern die Staatsverschuldung zu
verantworten haben, wieder an der Macht sind. Es stimmt nicht, was
der Abgeordnete Michael Schlecht gestern im Bundestag und zuvor
Ex-Parteichef Oskar Lafontaine sagten, der Euro-Rettungskurs treibe
die Bürger in den Krisenländern in den Tod. Mit diesen pauschalen
Anschuldigungen versucht offenbar die Linkspartei im Endspurt des
niedersächsischen Wahlkampfs zu punkten. Bei wem eigentlich? Immer
wieder biedert sich die Linke als ernstzunehmender Regierungspartner
an. Nach dieser billigen Polemik hat Rot-Grün einen Grund, Nein zu
sagen.

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