Westfalen-Blatt: Kommentar zu Wegwerfplastik

Plastik ist gut – zum Beispiel als Material im
Automobilbau, beim Hausbau, in der Medizintechnik. Doch am Grund der
Meere, auf den Gipfeln hoher Berge und in den Mägen von Tieren, die
am Ende im menschlichen Verdauungstrakt landen, ist Plastik ein
Riesenärgernis. Die Bilder künstlicher Inseln aus Plastikmüll und die
Nachrichten von Mikroplastik in Tierdärmen haben Verbraucher
aufgeschreckt. Erstaunlich schnell hat der Handel reagiert. Das
Tempo, mit dem die Ketten dazu übergingen, auf große Plastiktüten
Pfand zu erheben und die kleinen durch Papier zu ersetzen, macht
Hoffnung. Mehrwegsysteme für Coffee-to-go-Becher in der Gastronomie
und Mehrwegverpackungen in Supermärkten sind ebenso auf dem Vormarsch
wie Plastikkondome für einzelne Gurken, Paprika und andere Gemüse auf
dem Rückzug sind. Trotzdem ist es wichtig, dass die Politiker den
Prozess begleiten. Das vom Europäischen Parlament beschlossene Verbot
von Plastik-Wegwerfgeschirr darf nur ein Anfang sein. Zu schnell, das
lehrt die Vergangenheit, kehren neue Launen der Verbraucher oder
angebliche wirtschaftliche Notwendigkeiten eine gute Entwicklung um.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

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