Westfalen-Blatt: Kommentar zum Brexit

Noch vor gut zwei Jahren konnten es sich die
meisten Unternehmer und Politiker nicht vorstellen, dass der
beschlossene Brexit im Frühjahr 2019 tatsächlich Wirklichkeit werden
könnte. Damals wie heute lautete das Argument der Gegner: Ein Brexit
wäre zum Schaden der gesamten Wirtschaft – hüben wie drüben. Warum
also sollten sich vernünftig denkende Politiker auf dieses am Ende
viele Milliarden Euro teure Unabhängigkeitsabenteuer einlassen? Heute
wissen wir: Das monatelange Ringen zwischen London und Brüssel sowie
innerhalb des britischen Parlaments hat in der Europäischen Union ein
heilloses Chaos angerichtet. Keiner weiß, wie es weiter geht. Den
Schwarzen Peter haben die britischen Politiker. Sie nutzen die
Brexit-Frage für elendige parteitaktische Manöver. Ihr Starrsinn ist
der Gipfel der Verantwortungslosigkeit. Noch bevor der Austritt
endgültig in Kraft tritt, werden erste wirtschaftliche Folgen
sichtbar – nicht nur auf der Insel, auch in OWL. Und dennoch gibt es
Hoffnung auf eine Umkehr. Alles scheint möglich. Sogar eine Rücknahme
des Brexit.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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