Westfalen-Blatt: Kommentar zur Boeing 737 Max 8

Ende Oktober 189 Tote beim Absturz einer fast
nagelneuen Boeing 737 Max 8 in Indonesien, kaum fünf Monate später
157 Tote beim Absturz eines baugleichen Flugzeugs in Äthiopien: Da
kann es im Ernst keine Alternative zu vorläufigen Überflug- und
Landeverboten geben, zumal sich die Katastrophe beide Male kurz
nach dem Start ereignete. Die Sicherheit der Passagiere und
Besatzungsmitglieder muss Vorrang vor dem wirtschaftlichen Schaden
haben, der allerdings für Boeing sehr hoch sein wird. Anders verhält
es sich mit juristischen Konsequenzen. Zwar wird irgendwann die
Frage gestellt werden müssen, wer für einen möglichen
Konstruktionsfehler verantwortlich ist. Genauso für das nach dem
Unglück in Indonesien angekündigte Software-Update, sofern die
Absturzursache die gleiche ist und der Fehler nicht beseitigt wurde.
Bis dahin verbietet sich jede Schuldzuweisung. Mindestens einmal
haben sich Beobachter schon getäuscht: vor vier Jahren beim Absturz
einer Germanwings-Maschine über den Alpen mit 150 Toten. Schnell
machten einige die Sparmaßnahmen des Mutterkonzerns Lufthansa
verantwortlich. Zu schnell, wie sich herausstellte.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

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