Wie das persönliche Wohlbefinden ein gesundes Arbeitsumfeld beeinflusst

Wenn ein Mitarbeiter Tag für Tag an einer Maschine steht, Staub einatmet und Lärm ausgesetzt ist, führt das zu einer hohen gesundheitlichen Belastung. Lunge und Atemwege werden in Mitleidenschaft gezogen, ein hoher Lärmpegel am Arbeitsplatz ist ebenfalls ein Belastungsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Natürlich ist es in einer Werkshalle, auf einer Baustelle oder an anderen lauten, kalten und schmutzigen Arbeitsplätzen sehr schwer, für ein gesundes Arbeitsumfeld zu sorgen. Doch gerade im Büro bei einer klassischen Schreibtischarbeit gibt es eine Reihe von Ansatzpunkte, wie ein gesundes und nachhaltiges Arbeitsumfeld zu sorgen, um dazu unmittelbar zu einem besseren gesundheitlichen Zustand und zu einem größeren Wohlbefinden am Arbeitsplatz beizutragen. 

Ergonomie am Arbeitsplatz muss Standard sein

Zu den elementaren Grundvoraussetzungen eines modernen Büroarbeitsplatzes gehört ein ergonomisch eingerichteter Schreibtisch. Die Höhe der Arbeitsplatte und des Stuhls muss einstellbar sein, damit der einzelne Mitarbeiter bei längerem Sitzen nicht ermüdet und damit die Rücken-, Nacken- und Schultermuskulatur nicht verkrampft. Der Computer und der Bildschirm müssen ebenfalls einstellbar sein, die Entfernung von Maus und Tastatur muss so bemessen sein, dass der Mitarbeiter auch bei längerem Schreiben nicht ermüdet und bei einer mehrstündigen PC-Arbeit keine Beschwerden bekommt. Die Beleuchtung muss ausreichend und individuell zu regulieren sein. Lärm sollte sich im Büro so weit wie möglich vermeiden lassen, damit man nicht ständig von der Arbeit abgelenkt ist. 

In der Praxis sieht es in vielen Büros anders aus. Störungsfreies Arbeiten ist vor allem in Großraumbüros kaum möglich. Unter Umständen sind die Mitarbeiter permanent einer gewissen Geräuschkulisse ausgesetzt, die konzentriertes Arbeiten sehr schwer macht. Gespräche der Kollegen, Durchgangsverkehr, lautes Telefonieren sind die häufigsten Störfaktoren, die für den einzelnen Mitarbeiter stressig sein können und die die Belastung am Arbeitsplatz massiv erhöhen. Es gibt also eine Reihe von Faktoren, die das individuelle Arbeitsumfeld bestimmen und die sich sehr nachteilig auf die Gesundheit des Einzelnen auswirken werden. Natürlich ist jeder Mitarbeiter individuell unterschiedlich. Wenn sich der Eine durch lautes Telefonieren gestört und gestresst fühlt, macht dies dem Anderen überhaupt nichts aus. Entsprechend unterschiedlich ist dann auch das Ergebnis der Arbeit, denn wer sich nicht ablenken lässt durch äußere Einflussfaktoren, ist vermutlich auch in der Lage, dabei ein gutes Arbeitsergebnis zu bringen, während sich ein anderer leicht ablenken und stören lässt und damit weniger gute Resultate bringt. 

Störungsfreies Arbeitsumfeld ist individuell

Abhängig von der individuellen Situation am Arbeitsplatz kann der Arbeitgeber mehr oder weniger dazu beitragen, ein gesundes und störungsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen. Natürlich ist er nicht in der Lage, in einer gemieteten Immobilie mit bestimmten Laufwegen für absolute Ruhe zu sorgen. Vielleicht muss er die räumlichen Gegebenheiten so akzeptieren, wie sie sind und kann wenig Einfluss nehmen auf ein angenehmes Arbeitsumfeld. Im Rahmen seiner Möglichkeiten sollte er dies dennoch tun. Dazu hat er verschiedene Möglichkeiten. 

Unter Umständen besteht die Chance, den Durchgangsverkehr in einer Abteilung zu reduzieren, indem man Besucher darum bittet, andere Wege zu gehen. Vielleicht helfen schallschluckende Bilder, Möbel und Abtrennungen im Raum dabei, die Geräuschkulisse beim Telefonieren und bei lauten Gesprächen zu verringern. Einzelne Ruheecken lassen sich mit relativ wenig Aufwand einrichten, wenn sich ein Mitarbeiter zum ungestörten Telefonieren zurückziehen will oder wenn er in Ruhe und ohne Lärmbelastung arbeiten will. Diskussionen und Gespräche im Team kann man vielleicht in einen separaten Bereich verlegen, in dem andere Mitarbeiter nicht gestört werden. Wer sich ein Büro mit mehreren Kollegen teilt, sollte längere Telefonate an einen ruhigen Ort verlegen, damit ungestörtes Arbeiten möglich ist. 

Es kommt also immer sehr auf die individuellen Umstände an, wie man das Arbeitsumfeld störungsfrei und gesund gestaltet. Ein Feel Good Manager setzt hier an und bringt eigene Lösungsvorschläge ein. Vor allem aber hat er das Ohr an der Mitarbeiterschaft und nimmt Vorschläge auf, die von den Mitarbeitern selbst kommen. Wer unmittelbar von Lärm betroffen ist und kaum ungestört arbeiten kann, hat vielleicht viele gute eigene Ideen, wie man Abhilfe schaffen kann. Solche Ideen gilt es zu entwickeln und umzusetzen. Dazu trägt der Feel Good Manager in Gesprächen mit den Betroffenen bei. Er initiiert selbst Workshops, um Lösungen zu entwickeln und umzusetzen und berücksichtigt dabei immer die Meinungen der Mitarbeiter und der Führungskräfte. So kommt man auch unter schwierigen äußeren Umständen zu Lösungen, die von allen Beteiligten mitgetragen werden und die allen Betroffenen Vorteile versprechen. 

Mobiler Arbeitsplatz als Lösung

Mehr und mehr setzen innovative Unternehmen gerade bei einem störungsanfälligen Arbeitsumfeld auch auf das Konzept des mobilen Arbeitens. Viele Firmen bieten zum Beispiel Homeoffice an und ermöglichen es dem Mitarbeiter, an ein bis zwei Tagen in der Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Das wird oft gerne angenommen, denn wenn es im Büro selbst nicht möglich ist, ungestört und konzentriert zu arbeiten, sind die Chancen dazu im Homeoffice unter Umständen viel besser. Es ist zu vermuten, dass sich die Krankheitsquote dadurch verringern lässt und dass die Mitarbeiterproduktivität direkt steigt. Natürlich ist es nicht in jedem Fall möglich und gewünscht, von zu Hause aus zu arbeiten. Tendenziell erlauben moderne IT-Technologien allerdings, hier flexibler vorzugehen und dem einzelnen Mitarbeiter einen größeren Freiraum einzuräumen. Das ist unmittelbar im Sinne des Feel Good Managements und kann zum Wohlbefinden des Einzelnen beitragen. Vor allem auf lange Sicht sollte es möglich sein, ein nachhaltig gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen. Auch wenn sich der positive Effekt nicht unmittelbar quantifizieren lässt, dürfte es sich doch zum Wohl der Firma auswirken, wenn sich die Zahl der Krankentage und damit die Kosten für Ausfallzeiten reduzieren lassen. 

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