Wie das Wasserfallmodell Mücken zu Elefanten macht (und agile Methoden nicht)

Agile Entwicklungsmethoden zeichnen sich unter anderem durch die hohe Eigenverantwortung aus, die den beteiligten Personen zugestanden wird. Ganz anders dagegen bei der Softwareentwicklung nach dem Wasserfallmodell. Sie ist stark hierarchisch geprägt ist und zwingt die Beteiligten, sich ständig abzustimmen und rückzuversichern. Das führt dazu, dass selbst kleinste Probleme zu aufgeblähten Prozessen ausufern.

Der auf Software Revival spezialisierte IT-Dienstleister Avision verdeutlicht mit einem humorigen Vergleich den Unterschied zwischen der klassischen Wasserfall- und der neuen agilen Welt: und zwar anhand der Behebung des Problems „Tisch wackelt“.

So würde dieses Problem nach dem Wasserfallmodell gelöst:

Der „Tischbeauftragte“ nebst Expertenteam erstellt eine umfassende Fehleranalyse. Die Tischbeine werden abgemessen, die Differenz der Tischbeinlängen ermittelt und die Ergebnisse statistisch ausgewertet.
In der anschließenden Designphase arbeiten die Verantwortlichen wie vorgeschrieben mindestens drei Lösungsvorschläge aus: 1. Alle vier Beine absägen. 2. Den Boden unter den drei längeren Beinen absenken. 3. Einen Bierdeckel unter das kürzere Bein legen.
Im nächsten Schritt erarbeiten sie eine Kosten-Nutzen-Analyse für alle drei Vorschläge.
Zur Vorbereitung der Managemententscheidung werden für alle drei Varianten Fotos, eine Analysedokumentation und ein Management Summary erstellt. Diese werden medial ansprechend aufbereitet (make it nice and shiny!).
Nach der Entscheidung des Managements für die Bierdeckel-Lösung erfolgt die Ausschreibung. Wie die Lifecycle-Analyse ergeben hat, soll der Bierdeckel aus abbaubarem Material bestehen. Nach längeren Diskussionen konnten sich die Beteiligten außerdem über das Bild auf dem Bierdeckel einigen. Aus Kostengründen soll er außerdem in Nearshore-Produktion hergestellt werden.
Der fertige Bierdeckel wird abgeholt, hingelegt und der Tisch draufgestellt. In der anschließenden Testphase wird ausgiebig gemessen und am Tisch geruckelt.
Der Tischbeauftragte nimmt die Lösung ab und stellt fest: Der Tisch wackelt nicht mehr.
Während des gesamten Prozesses werden ein Risikomanagement und umfangreiche Dokumentationen durchgeführt.

Und hier zum Vergleich, wie das Problem in der agilen Welt gelöst werden würde:

Der Tischbeauftragte stellt fest, dass der Tisch wackelt.
Er legt einen Bierdeckel unter ein Bein.
Er ruckelt am Tisch und stellt fest: er wackelt nicht mehr.

„Ich denke, unser Vergleich führt deutlich vor Augen, zu welch absurden Prozessen die starre und hierarchische Welt der Wasserfallentwicklung führen kann“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision. „Sie verhindert nämlich, dass diejenigen, die ganz nah an einem Produkt dran sind, in Eigenverantwortung auch die Fehlerlösung übernehmen. Ein Grund von vielen, stattdessen lieber auf agile Methoden zu setzen.“

Diese Presseinformation und Bildmaterial können unter www.pr-com.de/avision abgerufen werden.

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