Wie Sie Ihre Mitarbeiter stark durch die Krise führen

Sandra Schumann Inhaberin
 

Aber was macht die Krise mit Führungskräften und Mitarbeitern? Alle müssen irgendwie mit der Krise zurechtkommen. Der Ausnahmezustand bedeutet für alle einen enormen Stress, der sich in Angst, Sorgen, Gereiztheit, Wut und vieles andere mehr ausdrückt. Führungskräfte wie Mitarbeiter treibt die Sorge um ihre Arbeitsplätze um, viele sind von Kurzarbeit betroffen, sitzen im Home-Office und müssen mit ihren Ängsten eventuell alleine klar kommen. Der Arbeitsalltag ist geprägt von enormer Unsicherheit. Gerade in dieser speziellen Situation tragen Führungskräfte eine besondere Verantwortung für ihr Unternehmen, für ihre Mitarbeiter und sich selbst.

Wie können Sie als Führungskräfte, Ihre Mitarbeiter stabilisieren, damit sie mit der Ungewissheit umgehen können und handlungsfähig bleiben?

Strahlen Sie Zuversicht aus, dass alle gemeinsam die Krise meistern werden und behalten Sie dabei einen klaren Kopf. Loben Sie Ihre Mitarbeiter für die wirklich gute Arbeit, die sie in dieser schwierigen Zeit leisten und verlangen Sie keine Perfektion von ihnen. Machen Sie Ihren Mitarbeitern ihre Erfolge bewusst ? finden Sie Beispiele für schwierige Situationen, die Sie gemeinsam gemeistert haben. Jeder Erfolg zählt. Er gibt Kraft, Mut und Energie weiter zu machen. Geben Sie individuelles Feedback. Melden Sie zurück, was Sie an Ihren Mitarbeitern schätzen, um ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Um das innere Gleichgewicht zu behalten oder wiederherzustellen, möchte ich Ihnen vier Faktoren vorstellen, die es Ihnen ermöglichen stark durch die Krise zugehen und stark durch die Krise zu werden. Wie kann das bestmöglich gelingen?

1. Akzeptanz
Signalisieren Sie, dass Sie die Krise annehmen und machen dass sie das Beste daraus machen. Stellen Sie sich den aktuellen Herausforderungen und gehen diese an. Überlegen Sie regelmäßig mit Ihrem Team welche Herausforderungen nach und nach angegangen werden müssen.

2. Optimismus
Optimismus hilft in schwierigen Zeiten, nicht den Glauben an eine positive Zukunft zu verlieren. Optimismus lindert Ängste, stärkt den Mut und schützt vor Zweifeln. Jeff Bezos, der Gründer von Amazon sieht in seinem Optimismus die Basis seines Erfolges. ?Optimismus ist eine unverzichtbare Eigenschaft für die Bewältigung schwieriger Situationen? so Bezos in einem von ihm selbst verfassten Artikel über Optimismus. Gerade in schwierigen Zeiten ist Optimismus also unbedingt erforderlich, um Durststecken zu überwinden. Packen Sie die Probleme ohne Umschweife an und zeigen Sie Ihren Mitarbeitern dadurch, dass durch aktives Handeln, Zuversicht, Ausdauer und Antrieb entsteht.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass einigen Mitarbeitern der Optimismus verloren geht oder sie ohnehin eher darauf schauen, dass das Glas halb leer ist, anstatt halb voll, schlagen Sie ihnen die Übung ?Das Protokoll der guten Dinge? vor. Um gesunden Optimismus aufzubauen, hat sich eine einfache Methode bewährt: Jeden Abend werden mindestens drei Dinge notiert, die an dem Tag als positiv empfunden wurden. Diese einfache Übung trainiert den Fokus der Aufmerksamkeit auf Schönes, auf Fortschritte und auf Erfolge zu lenken. Der Blick auf das, was bereits gut läuft, wird so immer mehr zur Gewohnheit. Glauben Sie mir, ihre Mitarbeiter, wenn sie diese Übung täglich anwenden, werden deutlich zufriedener.

Wenn Sie allein diese beiden Faktoren beherzigen, sind Sie in der Krise gut ausgerichtet: nämlich nach vorne.

3. Selbstwirksamkeit
Zeigen Sie, dass Ihr eigenes aktives Handeln positive Veränderung hervorruft und dass, wenn alle am gleichen Strang ziehen, sie am Ende erfolgreich sein werden. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Freiräume, um ihren Tag zu organisieren. Es ist wichtig, dass Sie als Gestalter und Vorbild der neuen Situation wahrgenommen werden. Geben Sie eine klare Struktur vor, wie Sie online miteinander arbeiten und kommunizieren wollen in Zeiten des Home-Office. Seien Sie transparent und geben Sie alle Infos, die Sie haben. Damit etablieren Sie wirksame Maßnahmen.

4. Das Netzwerk Team aufrechterhalten
In dieser unsicheren Zeit, mit einem nicht vorhersagbaren Ende, kommt der sozialen Unterstützung eine besondere Bedeutung zu. Soziale Unterstützung hat Einfluss auf das psychische und physische Wohlbefinden. Als Führungskraft sollten Sie, wenn nötig, emotionalen Beistand leisten, wie z.B. durch Trost, Verständnis und das Gefühl von Rückhalt und Sicherheit vermitteln. Bieten Sie die Möglichkeit an, vertrauensvolle Gespräche zu führen.

Machen Sie auch das Angebot, Mitarbeitern unter die Arme zu greifen bei ganz konkreten Fragestellungen und geben Sie handfeste Tipps zur Bearbeitung konkreter Aufgaben. Seien Sie dabei behilflich, eine Lösung für die unterschiedlichsten Probleme zu finden. Genau das stellt für die Mitarbeiter eine Entlastung dar.

Wenn Sie diese vier Faktoren gegenüber sich selbst und ihren Mitarbeitern beherzigen werden Sie dieser Krise standhalten und sich nicht unterkriegen lassen, sondern diese gemeinsam bewältigen und daraus lernen.

Wenn Sie sich mit dieser komplexen Situation überfordert fühlen und Ihre Führungssituation einmal individuell betrachten möchten, unterstützen wir Sie gerne durch ein online-Coaching, um den Blick nach vorne zu richten und Lösungen zu finden. Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt mit uns.

Und hier noch ein letzter Tipp: Stellen Sie sich und ihre Mitarbeiter auf eine lange Zeit ein. Glauben Sie nicht, dass alles in ein paar Wochen wieder vorbei sein wird. Gehen Sie Schritt für Schritt durch diese Zeit und bleiben dabei positiv.

Bleiben Sie optimistisch!

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