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Wirtschaftsbeziehungen zu Osteuropa als Mittel gegen die Krise. Hochschulmesse bringt Studierende und Unternehmen zusammen.

„Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise brauchen wir innovative Ideen und vernetztes Denken, um die Wirtschaft wieder voranzubringen“, betonte Müller bei der Messeeröffnung. Für Bayern sei die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen mit den mittel- und osteuropäischen Staaten ganz besonders wichtig, gerade auch jetzt in der weltweiten Krise. „Deshalb freue ich mich, dass die BAYHOST-vbw-Hochschulmesse als wichtige Plattform für eine engere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in Ost und West auch in diesem Jahr wieder in Regensburg stattfindet“, so die Ministerin weiter.

Akteure miteinander ins Gespräch bringen

Dr. Tanja Wagensohn, Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Mittel-, Ost und Südosteuropa (BAYHOST), ist von dem Konzept des engen Austauschs von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik überzeugt. „Wer Studienabsolventen den Berufsmarkt öffnen will, muss hier ansetzen und die maßgeblichen Akteure dafür miteinander ins Gespräch bringen. Mit der 2. BAYHOST-vbw-Hochschulmesse und dem Donauforum, beides unter Schirmherrschaft der bayerischen Europaministerin, setzen wir hier ein Zeichen“, freute sich Wagensohn.
Eine Internationalisierung des Studiums sei mittlerweile unerlässlich, betonte die BAYHOST-Geschäftsführerin. „Außerdem glaube ich, dass die Hochschulen in Grenznähe besonders von ihrer Lage profitieren können.“

Die BAYHOST-vbw-Hochschulmesse unterscheidet sich in sofern von anderen Firmenkontaktmessen, da sie den Schwerpunkt auf Mittel-, Ost- und Südosteuropa setzt. Weiterhin hatten am Mittwoch nicht nur Unternehmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren, sondern auch Studierende. Somit konnten sich beide Seiten gegenseitig kennen lernen und Kontakte knüpfen. Von den rund 30 Vorträgen und Präsentationen stammten über die Hälfte von Studierenden: Ein Zeichen, dass die jungen Leute durchaus die Chance genutzt haben, auf sich und ihre Qualitäten aufmerksam zu machen. 15 Hochschuleinrichtungen, 19 Unternehmen und sieben Non-Profit-Organisationen standen auf dem „Marktpkatz“ im Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes den Besuchern für Fragen zur Verfügung. Bestandteil des Programms war ebenfalls ein Bewerbertraining.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erläuterte die Wichtigkeit der Veranstaltung aus Sicht der Wirtschaft: „Mittel- und Osteuropa ist für die bayerische Wirtschaft von großer Bedeutung, denn sie profitiert in besonderem Maße von dieser Region. Ein erfolgreiches Engagement unserer Unternehmen in Mittel- und Osteuropa ist aber ohne die geeigneten Mitarbeiter nicht möglich.“ Auf der BAYHOST-vbw-Hochschulmesse hätten die Unternehmen die Chance, genau jene Talente kennen zu lernen, die ihnen beim Geschäft mit Mittel- und Osteuropa weiterhelfen. „Das macht die Messe für die bayerische Wirtschaft interessant“, ist Brossardt überzeugt. Auch in Zukunft wolle die vbw am Messekonzept festhalten. „Wir wollen diese Messe weiterführen, mindestens die nächsten fünf Jahre“, versprach Brossardt beim Pressegespräch. Und zwar ausgerichtet nach den Bedürfnissen der Firmen.

Ost-West-Kompetenz in der Oberpfalz

Unterstützt wurde die Messe vom Regionalmarketing Oberpfalz. „Viele Firmen aus der Oberpfalz haben einen großen Bedarf an Mitarbeiten mit Ost-West-Kompetenz“, wusste Nicole Niedermeier, Geschäftsführerin des Regionalmarketing, zu berichten. Deshalb sei es erstrebenswert, diese in der Region vorhandene Kompetenz auf der Messe zu präsentieren und die Kontakte zwischen Studierenden und Unternehmen herzustellen. „Mit unserer Initiative ‚Oberpfalz lernt Tschechisch’ versuchen auch wir, einen Teil zu dieser Ost-West-Kompetenz beizutragen. Wir wollen die Tschechische Sprache an Schulen etablieren und bei den Jugendlichen Interesse für das Nachbarland wecken“, erklärte Niedermeier das Ziel der Aktion. Schließlich sei die längste Grenze zu Tschechien ein Alleinstellungsmerkmal der Oberpfalz.

Angebote wie der Master in „Ost-West-Studien“, der Studiengang „Management und Europäische Sprachen“ oder das „Bohemicum“ haben sich erfolgreich in der Region etabliert. Mit Institutionen wie BAYHOST, dem Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa, dem Europaeum und Organisationen wie Tandem hat die Oberpfalz bereits die geballte bayerische Ost-West-Kompetenz vor Ort. Regensburg sei der ideale Standort für diese Hochschulmesse, meint Dr. Tanja Wagensohn: „Viele tschechische Studenten studieren in Regensburg und umgekehrt interessieren sich auch viele Studenten aus der Oberpfalz für das östliche Ausland.“

Auch Prof. Dr. Thomas Strothotte, Rektor der Universität Regensburg, hob die Bedeutung international ausgerichteter Einrichtungen und Studiengänge für die Universität hervor: „BAYHOST unterstützt die Universität Regensburg in besonderem Maße dabei, dem Selbstverständnis der Universität als ‚Brücke zwischen Ost und West’ gerecht zu werden.“ Die Universität Regensburg sei deshalb froh und stolz zugleich, mit dem Hauptsitz von BAYHOST eine wichtige Institution für die Kommunikation mit den osteuropäischen Nachbarstaaten auf dem eigenen Campus zu haben, so der Rektor weiter. Außerdem betonte Strothotte, dass er sich weiterhin für eine zunehmende Internationalisierung der Studiengänge an der Universität einsetzen werde.

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