Widgetized Section

Go to Admin » Appearance » Widgets » and move Gabfire Widget: Social into that MastheadOverlay zone

10 Jahre Geprüfter Berufspädagoge IHK

von Bernd Stelzer M.A., Waldkappel

In 2009 entstand der Geprüfte Berufspädagoge*In IHK und damit eine wichtige
Möglichkeit zur Weiterqualifizierung berufstätiger Aus- und Weiterbildner ohne Hochschulstudium. Die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Berufspädagogen
beinhaltet drei Hauptteile:
1. Den Bereich Berufsausbildung
2. Den Bereich berufliche Weiterbildung
3. Den Bereiche Bildungsmanagement
Ziel der Aufstiegsfortbildung ist es, moderne Formen und Formate der Aus- und
Weiterbildung anwenden zu können. In der ursprünglichen Version, war es ein
Hauptanliegen der Berufspägogenausbildung kognitivistisch geprägtes Hand-
lungslernen über die Absolventen stärker in die betriebliche Praxis zu bringen.
Mit dem Geprüften Berufspädagoggen sollten alte Zöpfe in der Aus- und Weiter-
bildung abgeschnitten werden. Lernen sollte mehr Selbststeuerung, mehr
Lernerzentrierung und mehr praktische Umsetzung erfahren. In der Ausbildung
bedeutet das ein Abrücken von der klassischen 4 Stufen-Methode hin zum selbst-
entdeckenden lernen. In der Weiterbildung geht es nicht mehr in erster Linie um
wirkungsschwache Wissensvermittlung sondern um Kompetenzentwicklung. Und
im Bereich des Bildungsmanagements besteht an allen Fronten in Unternehmen
Lernbedarf. Die Prüfung zum Berufspädagogen IHK war ursprünglich entsprechend
angelegt, sie sollte nicht aus klassischen Prüfungsfragen bestehen, sondern aus
Fallaufgaben, die es zu lösen gilt und aus einer Projektarbeit. Ein weiteres Anliegen
der Schöpfer war es, den Geprüften Berufspädagogen auf Level DQR 7 zu bringen
(Master-Niveau), was letztlich auch gelungen ist. Nach 10 Jahren, sollte man sich die Frage stellen, was ist aus dem einst so wichtigen Anliegen, das als Meilenstein in der Aus- und Weiterbildung behandelt wurde geworden. Nichts ist daraus geworden, außer einer großen Enttäuschung. Nur etwa 200 Absolventen zählt der Geprüfte Berufspädagoge pro Jahr. Nur ganz wenige IHK´n bieten überhaupt die Prüfung an. Die Begründung hier lautet, es besteht kaum Bedarf. Der erreichte Level DQR 7 findet die Anerkennung längst
noch nicht überall. Oft wird noch ein Hochschulstudium gefordert, z.B. beim der
Einstellung von Berufsschullehrern, obwohl diese derzeit äußerst rar sind. Per-
sonalentwicklern und Abteilungsverantwortlichen ist oft die Fortbildung gar nicht
bekannt. Bei Unternehmen und Bildungsträgern wird die Fortbildung zum Gepr.
Berufspädagogen nur sehr mäßig gefördert. Die ursprünglichen Vorstellungen von
der Prüfung sind mittlerweile durch DIHK und IHK´n stark verwässert worden, es
entsteht der Eindruck, es geht wieder langsam zurück zu klassischeren Prüfungs-
formen. Es gibt allerdings auch viele Ausbilder in Unternehmen, die die Fortbildung ablehnen. Die Bilanz, nach 10 Jahren ist also nicht gerade positiv. Der Bedarf an der Fort-
bildung zum Geprüften Berufspädagogen besteht mehr denn ja. In der Aus- und
Weiterbildung bewegt sich derzeit nicht viel nach vorn. Es wird an alter und
wirkungsschwacher Vermittlungsdidaktik festgehalten. Der Glaube, man könne in
einer Zeit des schnellen Wandels und der Hyperwettbewerbs noch mit klassischer
Wissensvermittlung und mit Vorratslernen Mitarbeiterentwicklung betreiben, sitzt
in den Unternehmen unaufweichlich fest. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass
es Bildungsverantwortliche oft nicht über eine pädagogische Fachqualifikation
verfügen, die jetzt dringend notwendig wäre.

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis