+++ Achtung Sperrfrist (Print, Radio und Online): 18.00 Uhr +++ / ARD-DeutschlandTREND: Menschen fühlen sich im öffentlichen Raum weiterhin meist sicher – aber Gefühl der Unsicherheit ist gewachsen

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ARD-DeutschlandTREND: Menschen fühlen sich im öffentlichen Raum weiterhin meist sicher – aber Gefühl der Unsicherheit ist gewachsen

Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in der Regel sicher, wenn sie sich in Deutschland auf öffentlichen Plätzen, Straßen, in Parkanlagen bewegen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Gleichzeitig ist die Zahl jener Menschen gestiegen, die sich in diesen Situationen vor körperlichen Angriffen fürchten. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.297 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND ergeben. Die Befragung fand von Montag bis Mittwoch dieser Woche statt, bevor am Mittwoch der Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung am Flughafen Halle/Leipzig bekannt wurde.

Laut ARD-DeutschlandTREND haben 35 Prozent manchmal, häufig oder sogar immer die Sorge, dass sie geschlagen oder verletzt werden – das ist ein Anstieg von 4 Prozentpunkten gegenüber November 2025; 63 Prozent haben diese Sorge selten oder nie. Jeder Dritte (33 Prozent) fürchtet mindestens manchmal, Opfer eines terroristischen Anschlags werden zu können (+1); 64 Prozent haben diese Befürchtung selten oder nie. Jeder Vierte (24 Prozent) hat manchmal, häufig oder immer die Sorge, sexuell bedrängt zu werden (+1); drei Viertel (74 Prozent) haben diese Sorge selten oder nie.

Stärker verbreitet ist die Sorge vor Diebstahl oder verbalen Angriffen. 51 Prozent haben im öffentlichen Raum mindestens manchmal die Sorge, dass Ihnen etwas gestohlen wird (-1); 47 Prozent beschäftigt diese Sorge nicht. 49 Prozent haben manchmal, häufig oder immer die Befürchtung, beleidigt oder angepöbelt zu werden (+1); ebenso viele (49 Prozent) haben diese Sorge selten oder nie.

In allen Fällen gibt es eine leichte Verschiebung dahingehend, dass mehr Menschen immer oder häufig um ihre Sicherheit fürchten. Gleichzeitig ist in allen Fällen das Unsicherheitsgefühl unter Frauen ausgeprägter als unter Männern. Besonders auffällig ist das bei der Sorge, sexuell bedrängt zu werden: Vier von zehn Frauen (39 Prozent) haben diese Befürchtung mindestens manchmal, bei Männern sind es nur 8 Prozent.

Beim Blick auf mögliche politisch motivierte Anschläge fürchten die Deutschen insbesondere die Gefahr, die vom Islamismus ausgeht. Sieben von zehn (69 Prozent) halten die Gefahr islamistischer Übergriffe und Anschläge für sehr groß bzw. eher groß. Die Gefahr rechtsextremer Übergriffe und Anschläge halten 56 Prozent für sehr groß bzw. eher groß, 50 Prozent auch die Gefahr linksextremer Übergriffe und Anschläge. Zuletzt hatte es auf dem Christopher Street Day Ende Juli in Berlin einen islamistischen Terroranschlag gegeben, bei dem eine Frau getötet wurde.

Befragungsdaten

– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
– Fallzahl: 1.297 Befragte
– Erhebungszeitraum: 3. August bis 5. August 2026
– Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
– Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut:

– Wenn Sie sich in Deutschland auf öffentlichen Plätzen, Straßen, in Parkanlagen bewegen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen: Wie oft haben Sie die Befürchtung, dass…?
– Ihnen etwas gestohlen wird
– Sie beleidigt oder angepöbelt werden
– Sie geschlagen oder verletzt werden
– Sie Opfer eines terroristischen Anschlags werden könnten
– Sie sexuell bedrängt werden
– Wie groß ist aus Ihrer Sicht die Gefahr von (…) Übergriffen oder Anschlägen in Deutschland?
– rechtsextremen
– linksextremen
– islamistischen

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