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Aktuelles Bain-Buch „The Founder´s Mentality“ / Mit Gründermentalität nachhaltig wachsen

Gründermentalität ist ein wesentlicher
unternehmenskultureller Erfolgsfaktor

– Wachstumskrisen in der Entwicklung von Unternehmen sind
vermeidbar
– Gründermentalität und Krisen haben Gültigkeit für Unternehmen
unterschiedlichster Branchen und Regionen
– Neues Bain-Buch präsentiert die Ergebnisse einer Langzeitstudie

Von 500.000 neu gegründeten Unternehmen wachsen statistisch
gesehen 10.000 auf eine Größe, die für Venture-Capital-Geber
interessant ist. Einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erreichen
1.000 Newcomer, 200 kommen immerhin auf eine Bilanzsumme von 500
Millionen US-Dollar und mehr. Doch nur 11 Prozent der Unternehmen,
die über 500 Millionen US-Dollar umsetzen, verdienen langfristig
kontinuierlich mehr als ihre Kapitalkosten.

Gefragt nach den Ursachen für Umsatz- und Profitabilitätsrückgang
nennen die Manager dieser Unternehmen nur selten externe Faktoren wie
Markt oder Technologie. Vielmehr sind die Gründe für nachlassendes
Wachstum überwiegend interner Natur: fehlender Kundenkontakt, zu
wenig Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, komplexe Prozesse
und Bürokratie. Dies sind Ergebnisse des Buchs „The Founder–s
Mentality“ von Chris Zook und James Allen, Partner bei Bain &
Company, die dazu eine Langzeitstudie durchführten.

Erfolgreiche Unternehmen haben Gründermentalität

Langfristig erfolgreiche Unternehmen haben drei Gemeinsamkeiten,
die sich häufig auch bei charismatischen Gründerpersönlichkeiten
finden. „Was wir Gründermentalität nennen, ist allerdings unabhängig
von der Person eines Gründers“, erklärt Walter Sinn, Deutschlandchef
von Bain & Company. „Es handelt sich vielmehr um ein Set universeller
unternehmenskultureller Erfolgsfaktoren, das aus Rebellentum,
bedingungsloser Kundenorientierung und einer Eigentümerperspektive
mit ausgeprägter Verantwortungs- und Handlungsbereitschaft besteht.“

Rebellentum: Unternehmen mit Gründermentalität empfinden sich nie
als groß, auch wenn sie bereits Marktführer sind. Sie blicken über
den eigenen Tellerrand hinaus und erkennen neue
Wachstumsmöglichkeiten. Sie sind von einer kühnen, aufrührerischen,
oft auch noblen Mission erfüllt und treten als aggressive Angreifer
auf.

Leidenschaft für das Kundenerlebnis: In Unternehmen mit
Gründermentalität steht der Kunde im Mittelpunkt allen Handelns. Die
Kundenbetreuer sind ihre Helden. Diese Unternehmen sind davon
überzeugt, dass die Details im Umgang mit dem Kunden und im täglichen
Geschäft den Unterschied machen. Sie experimentieren unablässig und
gewähren ihren Kundenmitarbeitern einen hohen Grad an Autonomie.

Eigentümerperspektive: Mitarbeiter in Unternehmen mit
Gründermentalität fühlen sich verantwortlich – für ihren
Aufgabenbereich ebenso wie für das große Ganze. Sie verabscheuen
Bürokratie und warten nicht ab, sondern handeln. Manager in diesen
Unternehmen legen den Fokus strikt auf den Cashflow.

Krisen im Lebenszyklus von Unternehmen sind vorhersehbar

Erfolgreiche Unternehmen werden im Lauf ihres Aufstiegs und in der
Phase der Marktführerschaft von drei vorhersehbaren Krisen bedroht.
Sie sind allesamt jedoch vermeidbar, wenn sie rechtzeitig antizipiert
werden:

Überlastungskrise: In die Überlastungskrise geraten vor allem
Unternehmen, die nach der Start-up-Phase extrem wachsen, oft um das
Fünf- bis Zehnfache expandieren. Sie zeichnen sich durch klar
definierte Produkte mit überlegenem Kundennutzen aus und haben eine
aggressive Mission. Mit zunehmendem Erfolg müssen sie eine
Organisation aufbauen, Regeln einführen, Prozesse festlegen. Sie
kämpfen damit, neue Standorte, Produkte, Kunden, Mitarbeiter,
Lieferanten und Vorgänge in den Griff zu bekommen. Komplexität und
Bürokratie nehmen zu und verärgern die bisherigen Leistungsträger.
Neue Hierarchieebenen schaffen Distanz zwischen der Belegschaft und
der Unternehmensleitung. Häufig erodiert die Bereitschaft der
Mitarbeiter, persönlich Verantwortung zu übernehmen. In der Folge
sinken die Umsätze, die Wachstumsdynamik wird gebremst und das
Unternehmen fällt hinter den Wettbewerb zurück.

Richtungskrise: Die Richtungskrise trifft zwei Drittel aller
erfolgreichen Branchenplayer. Typisch für diese Krise ist ein
schneller Rückgang des Wachstums binnen weniger Jahre. Die
betroffenen Unternehmen geraten in eine Stagnation, von der sie sich
selten vollständig erholen. 94 Prozent der befragten Führungskräfte
machen interne Probleme für die Richtungskrise verantwortlich. Dazu
zählt das Ausufern der Organisation, um die große, oft multinationale
Kundenbasis bewältigen zu können. Es gibt für alles Experten, das
Unternehmen hat sich professionalisiert. Das Top-Management ist viele
Hierarchieebenen von der Kundenfront entfernt. Statt über konkrete
Geschäftsvorfälle diskutiert es über Durchschnittsmargen. Jenseits
des Jahresbudgets fehlen klare Ziele. Unkonventionelle Menschen zieht
dieses Unternehmen kaum noch an.

Komplexitätskrise: Die Komplexitätskrise ist existenzbedrohend und
betrifft typischerweise etablierte Marktführer. Aus Sicht der
Unternehmensleitung sind meist externe Auslöser an dieser Krise
Schuld. Die wahren Gründe finden sich jedoch in der überbordenden
Komplexität. Entscheidungen dauern zu lange, niemand ist für das
große Ganze zuständig. Häufig ist die Mission abhandengekommen, die
das Unternehmen im Kern zusammengehalten hat. Das Wachstum im
Kernmarkt geht rasant auf null zurück, die Finanzen erodieren und das
Management scheint die Kontrolle verloren zu haben. Das Unternehmen
hat verlernt, sich anzupassen, ein Geschäftsmodell der zweiten
Generation gibt es nicht. Die Hälfte der Firmen, die diesem freien
Fall entkommt, schafft dies nur durch eine Restrukturierung mit
radikaler Neuausrichtung.

Gründermentalität ist auf alle Unternehmen übertragbar

Das Buch „The Founder–s Mentality“ belegt und illustriert die
Elemente der Gründermentalität sowie die drei Wachstumskrisen anhand
zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Branchen. Dazu gehören
unter anderem der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line, die
Cafékette Starbucks, der Kamerahersteller Leica und der
Brauereigigant Anheuser-Busch InBev. So zeigt Bain, dass
Gründermentalität und vorhersehbare Krisen ein auf alle Länder und
Branchen übertragbares Phänomen darstellen.

„Ich bin überzeugt, dass der Ansatz der Gründermentalität einen
festen Platz im strategischen Denken erfolgreicher Unternehmen
einnehmen wird“, betont Sinn. „Denn die typischen Unternehmenskrisen
sind in der Regel vorhersehbar. Und sie können überwunden werden,
bevor sie ein Unternehmen zu Fall bringen.“

Zitate zum Buch

„Das Konzept der Gründermentalität, und hier speziell die
Inhabereinstellung, war zentral für die Entwicklung und das Wachstum
unseres Unternehmens. Die Erinnerung an das, was uns erfolgreich
machte, hat uns geholfen, entschieden, schnell und mit der
Einstellung eines Rebellen zu agieren. Dieses Buch liefert
Unternehmenseignern und -lenkern großartige Einsichten.“

Carlos Burito, CEO, Anheuser-Busch InBev

„Als Gründer finde ich einen starken Widerhall in –The Founder–s
Mentality–. Das gilt besonders für die überwältigende Bedeutung von
Geschwindigkeit, Fokus und der Fähigkeit, mit langfristigem Horizont
zu investieren.“

Michael Dell, Gründer und CEO, Dell Inc.

„Zook und Allen zeigen, wie Gründungsziel, Perspektive und Energie
eines Unternehmens erhalten und vor Verwässerung durch
Institutionalisierung geschützt werden kann. Ihre Arbeit hatte großen
Einfluss darauf, wie mein Führungsteam und ich über unsere Kultur,
unsere Struktur und unser Geschäftsmodell denken.“

Adrian Gore, Gründer und CEO, Discover Group

„Mit diesem intensiv recherchierten und überzeugenden Buch liefern
Zook und Allen einen Wegweiser für erfolgreiches Wachstum.
Unternehmen, die gesunde Unternehmenskulturen aufbauen und erhalten,
wachsen schnell und entkommen der vermeidbaren Stagnation. Egal, ob
Start-up-Unternehmer, Investor oder Fortune-500-Manager: An –The
Founder–s Mentality– kommt niemand vorbei.“

Linda Rottenberg, Mitgründer und CEO, Endeavor Group

„Wenn Unternehmen wachsen, können Größe und Komplexität zu einer
echten Bedrohung für das Momentum werden. –The Founder–s Mentality–
von Zook und Allen liefert wertvolle Einsichten, die Führungskräften
helfen, die Agilität und den Erfolg ihrer Organisation zu erhalten.“

Les Wexner, Gründer und CEO, L Brands

Datengrundlage

Das Buch „The Founder–s Mentality“ basiert unter anderem auf
Datenanalysen von 30 Jahren und rund 8.000 börsennotierten
Unternehmen. Zudem führten Chris Zook und James Allen, zwei Vordenker
der internationalen Managementberatung Bain & Company, mehr als 100
Gespräche mit Top-Managern auf der ganzen Welt über die von ihnen
wahrgenommenen Wachstumsbarrieren. Dazu gründeten sie ein
Workshop-Panel junger Unternehmen in Schwellenländern mit mehr als
200 Millionen US-Dollar Umsatz. Daraus entstand eine Datenbank mit
200 gründergeführten Unternehmen weltweit – die Basis für die
Langzeitstudie.

Bain & Company

Bain & Company ist eine der weltweit führenden
Managementberatungen. Wir unterstützen Unternehmen bei wichtigen
Entscheidungen zu Strategie, Operations, Technologie, Organisation,
Private Equity und M&A – und das industrie- wie länderübergreifend.
Gemeinsam mit seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare
Wettbewerbsvorteile zu erzielen und damit den Unternehmenswert
nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der ergebnisorientierten Beratung
stehen das Kerngeschäft des Kunden und Strategien, aus einem starken
Kern heraus neue Wachstumsfelder zu erschließen. Seit unserer
Gründung im Jahr 1973 lassen wir uns an den Ergebnissen unserer
Beratungsarbeit messen. Bain unterhält 53 Büros in 34 Ländern und
beschäftigt weltweit 6.400 Mitarbeiter, 750 davon im
deutschsprachigen Raum. Weiteres zu Bain unter: www.bain.de.

Pressekontakt:
Leila Kunstmann-Seik, Bain & Company Germany, Inc., Karlspatz 1,
80335 München
E-Mail: leila.kunstmann-seik@bain.com,
Tel.: +49 (0)89 5123 1246, Mobil: +49 (0)151 5801 1246

Original-Content von: Bain & Company, übermittelt durch news aktuell

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