Bei AEO bleibt die klassische SEO-Arbeit erst einmal bestehen. Nur kommt noch etwas dazu. AI- und Antwortsysteme müssen Inhalte finden und verstehen können, wenn sie später in einer direkten Antwort auftauchen oder zitiert werden sollen.
Die Reihenfolge hier sollte man deshalb nicht als allgemeines „beste Agentur“-Ranking lesen. Dafür unterscheiden sich die Briefings zu stark. Was intern schon vorhanden ist, spielt ebenfalls mit. Und je enger die Spezialisierung gesucht wird, desto schneller kann eine kleinere oder fokussiertere Agentur besser passen.
NP Digital ist von den fünf Optionen am breitesten aufgestellt. Aufgesang und Claneo gehen stärker in die organische Search-, Content- und Authority-Arbeit. REACHX verbindet klassische SEO mit GEO. Bei Seokratie sitzt GEO auf einer schon lange bestehenden SEO-Basis. Je kleiner der Scope wird, desto wichtiger werden genau diese Unterschiede.
Die Auswahl auf einen Blick
NP Digital: größere Multi-Channel-Briefings passen eher hierhin. Internationale Skalierung kann dazukommen, integrierte Performance-Programme ebenfalls. Zum Angebot gehören SEO und Paid Media, aber auch Content, Digital PR, Analytics und AI Search.
Aufgesang: strategische DACH-Briefings rund um Authority und AI Search. SEO und GEO/LLMO sind dabei nur ein Teil. Content und Online-PR kommen dazu, Performance ebenfalls.
Claneo: eher wenn SEO, Content und AI Search fachlich tiefer bearbeitet werden sollen. SEO und GEO spielen eine große Rolle. Dazu Content Marketing, Digital PR und internationale Search-Arbeit.
REACHX: für Search-Briefings, in denen klassische und generative Suche zusammengehören sollen. Der Kern liegt bei SEO und GEO. Content läuft mit, digitale Sichtbarkeit natürlich auch.
Seokratie: wenn GEO und AEO auf einer schon etablierten SEO-Basis aufgebaut werden sollen. SEO gehört zum Fundament, Content ebenfalls. Technische Optimierung und die Messung von AI Visibility sitzen mit drin.
Preis-Hinweis: Keine verifizierten Standardtarife; Angebot für den konkreten Scope anfragen.
Methodik
- SEO-Fundament: Prüfen Sie technische Zugänglichkeit, interne Verlinkung und die Qualität der Inhalte. Lassen Sie sich erklären, welche Verbesserungen für Ihr Projekt erforderlich sind.
- Antwort- und Content-Struktur: Eine saubere Struktur allein reicht nicht. Interessanter ist, ob sie in der Praxis funktioniert und für die konkrete Aufgabe überhaupt sinnvoll ist.
- Entitäten und Quellenklarheit: Fachlich kann vieles richtig aussehen. Entscheidend ist auch, ob Entitäten und Quellen klar genug bearbeitet werden und der Ansatz zum Briefing passt.
- Authority und Citations: Hier geht es nicht nur um Theorie. Authority und Citations müssen sich in der laufenden Arbeit tatsächlich entwickeln lassen.
- Messung von AI Visibility: Irgendwann muss sichtbar werden, was die Arbeit bringt. Dafür braucht es fachliche Tiefe, eine brauchbare Umsetzung und eine Messung, die zum Briefing passt.
1. NP Digital: Search, Performance und AI Visibility integriert

NP Digital verbindet Search, Paid Media, Content, Digital PR und Analytics in einem skalierbaren Performance-Modell. AI Search läuft dabei als Erweiterung der klassischen Suche mit.
Das macht NP Digital nicht automatisch zur richtigen Wahl für jedes Unternehmen. Die Breite ist einfach größer als bei den übrigen vier Optionen.
Kurzurteil
Größere Multi-Channel-Briefings sind hier der naheliegende Fall. Internationale Skalierung kann dazukommen. Bei integrierten Performance-Programmen sieht es ähnlich aus.
Bei einem anderen Scope sieht es schnell anders aus. Dann kann eine der vier Alternativen direkter zur Aufgabe passen.
Fakten
SEO und Paid Media gehören zum Kern. Content, Digital PR und Analytics ebenfalls, AI Search sitzt mit im Angebot.
Praktisch hängt viel davon ab, was im Unternehmen schon vorhanden ist. Nicht jede dieser Leistungen muss am Ende von der Agentur kommen.
Trade-off
Für kleine, klar abgegrenzte Spezialaufgaben kann das Modell breiter und teurer sein als nötig.
Preisrahmen
Preis auf Anfrage; keine verifizierte öffentliche Standardpreisliste für diesen Leistungsumfang.
2. Aufgesang: SEO, Content, PR und frühe GEO/LLMO-Expertise

Aufgesang kommt stark über SEO und Content, Online-PR und Inbound sitzen mit drin. GEO/LLMO gehört ebenfalls schon länger zum Angebot.
Authority ist dabei ein Thema. Fachlicher Content sowieso. Ein Universalgewinner wird daraus aber nicht – das Briefing bleibt entscheidend.
Kurzurteil
Strategische DACH-Briefings mit Fokus auf Authority und AI Search liegen nah an dem, was Aufgesang macht.
Für andere Aufgaben kann eine der übrigen Agenturen besser passen. Gerade wenn das Briefing deutlich breiter oder anders aufgebaut ist.
Fakten
SEO und GEO/LLMO bilden einen Teil des Profils. Content und Online-PR gehören dazu, Performance ebenfalls.
Was davon extern gebraucht wird, hängt wieder davon ab, was intern schon abgedeckt ist.
Trade-off
Die Struktur ist kleiner als bei globalen Performance-Netzwerken.
Preisrahmen
Preis auf Anfrage; keine verifizierte öffentliche Standardpreisliste für diesen Leistungsumfang.
3. Claneo: SEO, GEO und Content-Spezialist

Claneo ist eine Berliner Search- und Content-Agentur. SEO gehört zum Kern, Content Marketing auch. Dazu kommen Digital PR und eine eigene GEO- beziehungsweise LLMO-Praxis.
Das ist ziemlich klar auf fachlich tiefe Search- und Content-Arbeit zugeschnitten. Für einen anderen Scope muss das nicht automatisch die beste Kombination sein.
Kurzurteil
Claneo passt eher bei SEO-, Content- und AI-Search-Briefings, bei denen fachliche Tiefe gefragt ist.
Das Modell ist spezialisierter als ein Full-Funnel-Angebot. Je nach Aufgabe kann genau das sinnvoll sein oder eben zu schmal.
Fakten
SEO und GEO nehmen viel Raum ein. Content Marketing und Digital PR sitzen daneben, internationale Search-Arbeit ebenfalls.
Intern kann davon natürlich schon einiges vorhanden sein. Das verändert die Sache.
Trade-off
Bei Paid, Creative und Media ist Claneo weniger breit als Full-Funnel-Netzwerke.
Preisrahmen
Preis auf Anfrage; keine verifizierte öffentliche Standardpreisliste für diesen Leistungsumfang.
4. REACHX: SEO mit integrierter GEO-Perspektive

REACHX setzt GEO nicht als komplett getrennte Disziplin neben SEO. Klassische Sichtbarkeit und die Anforderungen generativer Suche werden miteinander verbunden.
SEO und GEO liegen hier also bewusst nah beieinander. Für genau diese Aufgabe passt das. Wird das Briefing breiter, sieht die Auswahl schnell wieder anders aus.
Kurzurteil
REACHX passt vor allem zu Search-Briefings, bei denen klassische und generative Suche nicht getrennt bearbeitet werden sollen.
Viel davon läuft über SEO und GEO. Content gehört dazu. Digitale Sichtbarkeit sowieso.
Fakten
Der Schwerpunkt liegt auf SEO und GEO. Content kommt dazu, digitale Sichtbarkeit ebenfalls.
Wie viel davon die Agentur übernehmen soll, hängt von den vorhandenen internen Fähigkeiten ab.
Trade-off
Bei globaler Media- und Creative-Orchestrierung ist REACHX weniger breit aufgestellt.
Preisrahmen
Preis auf Anfrage; keine verifizierte öffentliche Standardpreisliste für diesen Leistungsumfang.
5. Seokratie: etablierte SEO-Agentur mit eigener GEO-Praxis

Seokratie bringt langjährige SEO-Erfahrung mit und hat darauf eine eigene GEO-Leistung für Sichtbarkeit in ChatGPT, Claude und KI-gestützter Suche aufgebaut.
GEO steht hier also nicht ohne SEO-Fundament daneben. Das ist vor allem für Unternehmen relevant, die AEO und GEO aus bestehender Search-Arbeit heraus entwickeln wollen.
Kurzurteil
Klassische SEO muss hier schon eine größere Rolle spielen. Darauf bauen AEO und GEO dann auf.
Wenn das Briefing anders startet, sieht auch die Auswahl anders aus.
Fakten
SEO und GEO stehen im Zentrum. Content gehört mit hinein. Technische Optimierung ebenfalls, dazu die Messung von AI Visibility.
Der praktische Fit hängt auch hier davon ab, was das Unternehmen schon selbst abdeckt und was extern gebraucht wird.
Trade-off
Bei internationalem Full-Funnel-Media und Creative ist Seokratie weniger breit als große integrierte Netzwerke.
Preisrahmen
Preis auf Anfrage; keine verifizierte öffentliche Standardpreisliste für diesen Leistungsumfang.
Welche Agentur passt zu welchem AEO-Modell?
- NP Digital: eher bei größeren Multi-Channel-Briefings. Internationale Skalierung und integrierte Performance-Programme passen ebenfalls. Für eine kleine Spezialaufgabe kann das Modell breiter und teurer sein als nötig.
- Aufgesang: strategische DACH-Briefings mit Authority und AI Search. Die kleinere Struktur unterscheidet sich dabei von globalen Performance-Netzwerken.
- Claneo: fachlich tiefere SEO-, Content- und AI-Search-Arbeit. Paid, Creative und Media sind weniger breit abgedeckt als bei Full-Funnel-Netzwerken.
- REACHX: wenn klassische und generative Suche innerhalb eines Search-Programms zusammenlaufen sollen. Globale Media- und Creative-Orchestrierung ist weniger der Schwerpunkt.
- Seokratie: für Unternehmen, die AEO und GEO auf bestehender SEO aufbauen wollen. Bei internationalem Full-Funnel-Media und Creative sind große integrierte Netzwerke breiter.
Häufige Fragen
Ist AEO dasselbe wie GEO?
Nicht ganz. Die Begriffe überschneiden sich aber.
AEO legt mehr Gewicht auf direkte Antworten. GEO schaut stärker auf generative Systeme und Citations. In der Praxis laufen viele Maßnahmen ohnehin zusammen.
Wann ist ein Spezialist besser?
Vor allem dann, wenn das Problem wirklich eng bei AI Search oder organischer Sichtbarkeit liegt.
Andere Bereiche können dann schon intern abgedeckt sein – Paid Media zum Beispiel, genauso Creative oder globale Orchestrierung.
Wie wird Erfolg gemessen?
Zum Beispiel mit definierten Prompt-Sets. Mentions und Citations gehören dazu, ebenso die Antwortgenauigkeit.
Klassische Search- und Business-KPIs laufen ergänzend mit.
Fazit
Einen Universalgewinner gibt es bei diesen fünf AEO-Modellen nicht wirklich. Dafür unterscheiden sie sich zu stark in Breite und Ausgangspunkt.
NP Digital sitzt eher auf der integrierten, kanalübergreifenden Seite. Bei Aufgesang und Claneo ist die organische Content- und Authority-Arbeit stärker ausgeprägt. REACHX wird interessant, wenn SEO und GEO direkt zusammengeführt werden sollen.
Seokratie kommt noch einmal von einer anderen Seite. Dort bauen AEO und GEO auf einer etablierten SEO- und Content-Basis auf. Welche Variante am Ende passt, hängt deshalb weniger vom Rang in dieser Liste ab als davon, wie das eigentliche Briefing aussieht.
