Aquapäd 2019: Jeder verdient sicheres, frühes und vielseitiges Schwimmen (FOTO)


 


Schon Dreijährige können sicher und vielseitig schwimmen lernen – die bereits
seit über 40 Jahren bewährte Aquapädagogik macht es möglich – in jedem Bad, in
jedem Alter, ohne Mehrkosten und ohne zusätzlichen Zeitaufwand. Kindgerechte
Inhalte, Ziele und Organisationsformen, spielerisch vermittelt, sorgen
tausendfach für ungläubig bestaunte Erfolge – ein neutraler Test liefert die
Beweise.

Die herausragenden Merkmale der Aquapädagogik sind die drei
“Lebensversicherungen” des Konzepts: Schreckreflexumkehr, passives (Rücken-)
Schwimmen und sofortige Orientierungsfähigkeit unter Wasser.

Diese zentralen Fähigkeiten bewirken vor allem, dass derart geschulte Kinder
“haarige Situationen” keineswegs als bedrohlich ansehen, sie vielmehr souverän
und gelassen als spannende Herausforderungen meistern. Dagegen scheitern häufig
selbst erwachsene Normalschwimmer in derartigen Momenten kläglich und füllen
anschließend die Unfallstatistiken.

Flächendeckend angewandt, könnte die Aquapädagogik zahlreiche Ertrinkungsfälle
vermeiden – nicht nur die Ereignisse, welche statistisch zu erfassen sind,
sondern auch jene, die weitaus häufiger als “beinahe Ertrinken” in keiner
Statistik auftauchen – aber dennoch oft lebenslang mehr oder minder
schwerwiegende Auswirkungen verursachen.

Ferner bietet Aquapädagogik ein komplettes Lernsystem vom frühen Babyschwimmen
bis zum Einstieg in das Sportschwimmen, versteht sich jedoch ausdrücklich nicht
als Talentschmiede für den Leistungssport, sondern wendet sich vor allem
Verängstigten, Traumatisierten und sogenannten Unterrichtsopfern aller
Altersgruppen zu. Weil hier Sicherheit und Vielseitigkeit im Fokus stehen,
werden zunächst motorisch individuelle Mischformen der Schwimmarten akzeptiert
und niemand wird vorzeitig in sportgerechte Bewegungsmuster gezwungen.

Dagegen wird im traditionellen Schwimmunterricht die Vermittlung lebensrettender
Fähigkeiten nach wie vor ignoriert und das Bronzeabzeichen gilt weiterhin als
Nachweis für sicheres Schwimmen. Darin sehen Aquapädagogen eine nicht selten
fatale Fehleinschätzung, denn Ertrinkungsfälle beginnen meist in direkter Nähe
des rettenden Ufers als plötzliche Schrecksituation und selten beim
Bahnenschwimmen. Eben diese häufig vorkommenden Situationen sind in der
Aquapädagogik das zentrale Thema. Es gibt unzähligen Beispiele für schadlos
gemeisterte “Notsituationen” durch Kinder im Vorschulalter.

Im traditionellen Schwimmunterricht

– fehlt das vielfältige und realistische Gefahrentraining, was die
Aquapädagogik ständig in kindgerechter, spielerischer Form
vermittelt
– fehlt ebenso das passive (Rücken-) Schwimmen, welches nach
Missgeschicken die Chance auf schnelle Erholung im Wasser
ermöglicht
– wird immer noch überwiegend das Brustschwimmen als schwierigste,
und aus gesundheitlicher Sicht mehrfach bedenkliche, Schwimmart
zuerst gelehrt, häufig sogar überwiegend bis ausschließlich
– fehlt der sichere Wechsel von Bauch- und Rückenlage, was sowohl
der Orientierung als auch der Sicherheit dient
– wird oftmals eine trügerische Sicherheit erzeugt, wenn bereits
im Anfangsunterricht Schwimmbrillen benutzt werden
– werden Eltern vom Lehrpersonal häufig nur unzureichend über die
Bedeutung der ersten Schwimmabzeichen aufgeklärt

So ist es skandalöse deutsche Realität, dass allein seit dem Jahr 2000 bis heute
in Deutschland nach offiziellen Statistiken jährlich ca. 400 Personen ertrunken
sind – insgesamt die Einwohnerzahl einer Kleinstadt. Teilt man die Meinung der
meisten Schwimmexperten, denen zufolge man jedem tödlichen Ertrinkungsfall rund
100 “beinahe Ertrunkene” mit oftmals schweren gesundheitlichen Langzeitfolgen
hinzurechnen muss, ist seit 2000 bereits mehr als die Bevölkerung einer
Großstadt wie beispielsweise Stuttgart, Düsseldorf oder Dortmund betroffen –
eine erschreckende Vorstellung, die wachrütteln sollte.

Dennoch einigten sich nach Auskunft aus der Kultusministerkonferenz – Sport
nunmehr die “befreundeten Verbände” sowie Vertreter der Hochschulen und
Ministerien auf eine neue, derzeit im Druck befindliche Richtlinie für das
bundesweite Schulschwimmen, in der das Brustschwimmen weiterhin als
Erstschwimmart einschließlich sportgerechter Beinbewegungen gefordert wird. Das
deutet darauf hin, dass man bei den Beratungen weder den Entwicklungsstand der
Drei- bis Sechsjährigen noch die besonderen Erfordernisse von ängstlichen
Anfängern (aller Altersgruppen!) bedacht hat. Und es lässt erkennen, dass man
erneut genau dort, wo eine besondere Portion pädagogisches Einfühlungsvermögen
von Nöten ist, nicht bereit ist, dieser ganz besonders schutzbedürftigen Gruppe
die nötige Aufmerksamkeit zu gewähren – ein neues Armutszeugnis unseres
Bildungssystems.

Deshalb wird der Bundesverband für Aquapädagogik – www.BvAP.de – seine
zwanzigste Jahrestagung “Aquapäd 2019” am 9. und 10. November in
Friedrichroda/Thüringen mit dem Schwerpunkt Anfangsschwimmen zum Anlass nehmen,
die vielfältigen Vorzüge des Konzepts in Bezug auf die Kindersicherheit in den
Vordergrund zu stellen.

Im Verlauf der Aquapäd 2019 werden insgesamt 27 Vorträge aus den Bereichen
Anfangsschwimmen, Babyschwimmen, Aquafitness, Psychologie und Organisation von
namhaften deutschen, russischen sowie österreichischen Referenten präsentiert.
BvAP-Präsident Uwe Legahn wird die Besonderheiten der Aquapädagogik in mehreren
Referaten vorstellen und mit dem traditionellen Schwimmunterricht vergleichen.
Tagungsteilnehmer können im Pool aktiv an Live-Stunden teilnehmen und die eigene
Wassersicherheit am Simulator testen.

Pressekontakt:
Uwe Legahn
+49 172 4525446
autor@aquapaedagogik.org

Ariane Butzke
+49 176 55 08 68 70
ariane.butzke@outlook.de

Original-Content von: Bundesverband für Aquapädagogik, übermittelt durch news aktuell

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