Art Basel und UBS Global Art Market Report: Aktiver Einkauf durch Millennial-Sammler

UBS und Art Basel haben heute die vierte Ausgabe des
Art Basel und UBS Global Art Market Report veröffentlicht. Verfasst von der
renommierten Kulturökonomin Dr. Clare McAndrew integriert der Bericht auch
Forschungsergebnisse der UBS. Der Bericht, eine umfassende und makrobasierte
Analyse des globalen Kunstmarktes im Jahr 2019, behandelt die wichtigsten
Markttrends im Kontext umfassenderer wirtschaftlicher Veränderungen.

UBS teilt ihre Leidenschaft für Kunst und das Sammeln von Kunst mit
Gleichgesinnten weltweit und verfügt über eine der weltweit größten und
wichtigsten Unternehmens-Sammlungen. Als Mitherausgeber dieses Berichts und
Global Lead Partner der Art Basel will UBS den internationalen Austausch über
den Kunstmarkt stetig vorantreiben. UBS gewährt ihren Kunden über ihren Art
Collectors Circle und UBS Art Advisory Einblicke in den Kunstmarkt, das Sammeln
von Kunst und die Nachfolgeplanung. Weitere Informationen über das Engagement
der UBS für zeitgenössische Kunst und zum Download des Berichts finden Sie auf
der Webseite ubs.com/art (http://www.ubs.com/art).

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

– Globaler Umsatz: Der Umsatz erreichte 2019 schätzungsweise 64,1
Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 5 % gegenüber 2018
entspricht, wobei der Rückgang in erster Linie am oberen Ende liegt
und somit liegt der Markt knapp über dem Niveau von 2017. Im
Gegensatz dazu erreichte das Volumen der weltweit getätigten
Transaktionen den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt und wuchs im
Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf schätzungsweise 40,5 Millionen
Verkäufe.
– Führende Märkte: Die USA haben ihre Position als weltweit größter
Markt mit 44 % des Marktanteils beibehalten, stabil gegenüber 2018.
Trotz der Unsicherheit über den Brexit hielt das Vereinigte
Königreich seine Position als zweitgrößter Markt mit einem Anteil
von 20 % (ein Rückgang von 9 % gegenüber dem Vorjahr). China blieb
mit 18% der drittgrößte Kunstmarkt (ein Rückgang von 10% gegenüber
dem Vorjahr).
– Global Wealth und Sammler: Der Bericht enthält die Ergebnisse einer
Umfrage unter 1.300 vermögenden Sammlern, die 2019 von UBS Investor
Watch and Arts Economics in sieben Märkten durchgeführt wurde: USA,
Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Singapur, Taiwan und
Hongkong. Millennial-Sammler waren die aktivsten Käufer und gaben
am meisten aus, was sich im Durchschnitt auf Gesamtausgaben von 3
Millionen US-Dollar über zwei Jahre beläuft, mehr als das
Sechsfache der Ausgaben von Seiten der Boomers. Die Zahl der
weiblichen Sammler war zwar geringer, aber Frauen gaben in den
letzten zwei Jahren über 10 Millionen Dollar aus, mehr als Männer.
Die befragten Sammlerinnen hatten im Durchschnitt auch größere
Sammlungen als Männer, ein Drittel besitzt über 100 Werken
(gegenüber 21 % der Männer).
– Online-Umsatz: Nach mehr als fünf Jahren kontinuierlichen
Umsatzwachstums verlangsamte sich der Online-Markt 2019 mit einem
geschätzten Umsatz von 5,9 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang
von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht und dennoch einen Anteil
von 9 % am weltweiten Umsatz nach Wert beibehält. Die UBS Investor
Watch und Arts Economics HNW-Umfrage ergab, das fast die Hälfte
(48%) der Sammler oft oder sogar immer Online-Plattformen zum Kauf
von Kunst nutzen. Millennial-Sammler waren die regelmäßigsten
Nutzer des Online-Kanals, nur 8% haben noch nie online gekauft.
Obwohl 65 % der HNW-Sammler einen Online-Preis von 50.000 US-Dollar
für ein einzelnes Werk nicht überschritten hatten, hatte ein
Viertel mehr als 100.000 US-Dollar und 8 % sogar mehr als eine
Million US-Dollar ausgegeben, doppelt so viel wie 2018 auf diesem
Preisniveau.
– Händlerzahlen: Der Umsatz im Händlersektor stieg im Vergleich zum
Vorjahr um 2% auf schätzungsweise 36,8 Milliarden US-Dollar im Jahr
2019. Das moderate Wachstum des Gesamtumsatzes wurde weiterhin
durch das obere Ende des Marktes angetrieben. Neue Käufer zu
finden, war die größte Herausforderung, die von den Händlern im
Jahr 2019 genannt wurde.
– Kunstmessen: Kunstmessen blieben ein zentraler Teil des globalen
Kunstmarktes, mit einem Gesamtumsatz von schätzungsweise 16,6
Milliarden US-Dollar im Jahr 2019, 45 % des Gesamtwerts des
weltweiten Händlerumsatzes. 15 % des Umsatzes wurden vor den Messen
(2,5 Mrd. USD), 64 % während den Messen (10,6 Mrd. USD)nund 21%
nach den Messen erzielt als direkte Folge der Teilnahme (3,5
Milliarden US-Dollar) gemacht.
– Gender-Themen: Der Bericht enthält erneut einen Überblick über
Repräsentation von Künstlern und Geschlechterfragen und weist einen
durchschnittlichen Anteil weiblicher Käufer im Händlersegment von
36 % auf, was einem Anstieg von 9 % gegenüber den 2018 gemeldeten
Zahlen entspricht. Die Repräsentation von Künstlerinnen durch
Galerien, die auf dem Primärmarkt tätig sind, stieg im Vergleich
zum Vorjahr um 8 % auf 44 % der gesamt vertretenen Künstlerinnen,
während ihr Anteil am Umsatz ebenfalls von 32 % im Jahr 2018 auf
durchschnittlich 40 % im Jahr 2019 stieg.

Paul Donovan, Chefökonom von UBS Global Wealth Management, sagte: “Der
Kunstmarkt spiegelt oft Trends und wirtschaftlichen Entwicklungen wider, die wir
bei der Schaffung von Wohlstand sehen. Das Wachstum der Millennial und
weiblichen Kaufkraft heute ist ein Teil davon. Aber selbst Ökonomen müssen
zugeben, dass das Leben mehr ist als die Wirtschaft. Wahre Sammler sind von
Leidenschaft und Wertschätzung für Qualität angetrieben. Kunst zahlt sich
emotional aus und bereichert das Leben in einer Weise, die das BIP niemals
erfassen kann.”

Der Bericht stützt sich auch auf mehrere Veröffentlichungen der UBS-Forschung:

– UBS und PWC (2019) The Billionaire Effect: Billionaire Insights
2019. Dieser Bericht hebt einen “Athena-Faktor” hervor, bei dem die
Zahl der weiblichen Milliardäre von 1995 bis 2015 mehr anstieg als
die der Männer, und dies setzte sich bis 2018 fort, mit einer
geschätzten Wachstumsraten von 2013 bis 2018 bei Frauen von 46 %
gegenüber 39 % bei Männern.
– UBS Evidence Lab Inside: European Luxury. Luxury at a Tipping Point
berichtete, dass fast 80% der chinesischen Verbraucher der Meinung
waren, dass ihre finanzielle Situation in den nächsten 12 Monaten
besser oder viel besser sein würde, was wiederum positive
Aussichten für zukünftige Verkäufe in der Region signalisiert,
sollten sich diese Verbraucher auf Kunst und andere Sammlerstücke
konzentrieren.
– UBS Chief Investment Office (2020) 2019 in Review: Global Financial
Markets. Die am 5. Januar 2020 veröffentlichte Studie stellte fest,
dass die beiden Volkswirtschaften im Zentrum des Handelsstreits
immer noch zu den leistungsstärksten Märkten des Jahres gehörten.
US-Aktien waren 2019 mit einer Rendite von 31% einer der größten
Wachstumstreiber in diesen Märkten, während chinesische Aktien 24%
erzielten.

Pressekontakt:

Jasmine Hersee
jasmine@suttoncomms.com
+44(0)20-7183-3577

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/108308/4538763
OTS: UBS Deutschland AG

Original-Content von: UBS Deutschland AG, übermittelt durch news aktuell

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