Artprice by Art Market: Wird die Kunstmesse FIAC in Paris ebenso erfolgreich sein wie die Frieze in London?

Heute ist es wohl eher unwahrscheinlich,
auf den Straßen von Montmartre oder Montparnasse auf ein neues Werk
von Giacometti oder Picasso zu stoßen. Wenn Sie sich für die
Bildenden Künste interessieren, ist es vermutlich besser, einen
Streifzug durch die Galerien des Pariser Stadtviertels Marais zu
starten. In der Galerie von Emmanuel Perrotin Rue de Turenne erwarten
Sie die Werke des amerikanischen Künstlers Josh Sperling, des
koreanischen Künstlers Park Seo-Bo und des mexikanischen Künstlers
Gabriel de La Morta…, und die neuen Ausstellungsräume von David
Zwirner in der Rue Vieille-du-Temple präsentieren die Kreationen des
amerikanischen Künstlers Raymond Pettibon, übrigens die erste
Einzelausstellung dieses Künstlers in der französischen Hauptstadt
seit dem Jahr 1995.

Noch besser – diese Woche sollten Sie einen Besuch im Grand Palais
planen – das bis Sonntag Gastgeberin der Internationalen Messe für
zeitgenössische Kunst (FIAC) in Paris ist. Drei Wochen nach der
Kunstmesse Frieze und der Frieze Masters in London, rückt die FIAC
diese Woche mit “197 Galerien aus 29 Ländern” Paris in den
Mittelpunkt des Geschehens auf dem Kunstmarkt. Die FIAC verleiht
übrigens den begehrtesten französischen Kunstpreis, den Marcel
Duchamp Preis, der dieses Jahr an Eric Baudelaire geht, und sie ist
gegenwärtig von mehreren neuen Kunstmessen (Asia Now, Art Elysées,
usw.) gefolgt, die in Paris stattfinden. Doch ist das ausreichend?

Thierry Ehrmann, Gründer/CEO von ArtMarket.com mit seiner
Abteilung Artprice: “In Paris beträgt der Anteil der zeitgenössischen
Kunst am Auktionsvolumen im Bereich der Bildenden Künste seit
mehreren Jahren 8%. In London beträgt dieser Anteil 20% und der
Gesamtumsatz im Bereich der Gegenwartskunst ist in der Hauptstadt des
Vereinigten Königreichs vier Mal so hoch als der in Paris. Der
französische Gegenwartskünstler mit den besten Auktionsergebnissen
auf dem Kunstmarkt in unserem Jahresbericht für zeitgenössische Kunst
2019 erreicht Platz 50 hinter 16 amerikanischen, 11 chinesischen, 9
britischen, 5 deutschen Künstlern, usw.

Der französische Kunstmarkt hat noch nicht verstanden, dass die
zeitgenössische Kunst die wahre treibende Kraft auf dem Kunstmarkt
ist. Aufgrund der Entscheidung für bekanntere Werke und für den
Konsens leidet die französische Hauptstadt unter einer launenhaften,
institutionalisierten Abneigung gegen das Risiko, die sich negativ
auf ihre Museumsprogramme, ihre öffentlichen Ausstellungsräume und
Auktionen auswirkt.

Auktionsergebnisse im Bereich der Bildenden Künste

[https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/10/fiac-paris
.png]

Die Pariser Museen haben eine klare Vorliebe für die bedeutenden
Alten Meister und die Avantgarde. Das lässt sich gut am gegenwärtigen
Ausstellungsangebot erkennen: El Greco und Toulouse-Lautrec im Grand
Palais; Francis Bacon im Centre Pompidou; Hans Hartung im Museum für
Moderne Kunst…, und selbstverständlich fehlt auch der absolute
Renner nicht – Leonardo da Vinci – ab 24. Oktober im Louvre.

Inzwischen wurde in der riesigen Eingangshalle der Tate Modern
während der Frieze Woche in London ein riesiger Brunnen – das Werk
der afroamerikanischen Künstlerin Kara Walker errichtet – das den
britischen Kolonialismus offen kritisiert und über die Hyundai
Commission finanziert wurde. Mit Ausnahme von Paul Gauguin in der
National Gallery beherrscht die zeitgenössische Kunst – mit Olafur
Eliasson in der Tate Modern und Antony Gormley in der Royal Acadmy –
das Museumsprogramm der britischen Hauptstadt.

London ist offen für die die Gegenwartskunst und lässt sich auf
die Spielregeln des Kunstmarktes und insbesondere auf das
Kulturengagement der Unternehmen ein. Im Vergleich dazu scheint Paris
in diesem Bereich eher schüchtern und entscheidet sich häufig für die
Rückkehr zu seiner glorreichen Vergangenheit, als sich berühmte
Künstler, z. B. Leonardo da Vinci, Pablo Picasso, Zao Wou-Ki usw.
noch von der französischen Hauptstadt angezogen fühlten. Insgesamt
scheint Frankreich der zeitgenössischen Kunst mit einem gewissen
Misstrauen zu begegnen. Dieses Jahr gab es ein weiteres Beispiel für
diese Annahme, denn mehrere prominente Intellektuelle des Landes
brachten anlässlich der Ankunft der “Tulpen” von Jeff Koons ihre
offene Abneigung zum Ausdruck… “Elf auf Stäben befestigte, farbige
Ani” (nach Yves Michaux in der Zeitschrift l–Obs, am 5. Oktober
2019).

Der Unterschied zwischen Paris und London kommt auch in den
Auktionssälen der beiden Hauptstädte zum Ausdruck. Christie–s and
Sotheby–s hatten während der Frieze je drei Auktionen zum Thema
Gegenwartskunst und Kunst der Nachkriegszeit im Angebot; in Paris
hingegen bieten die beiden größten angelsächsischen Auktionshäuser
Versteigerungen zu den Themen Impressionismus & Moderne Kunst an.

Top 5 Auktionsergebnisse während der Kunstmesse Frieze in London
(Preise inkl. Käuferentgelte):

Jean-Michel Basquiat – Pyro (1984) – 12,2 Millionen Dollar, Sotheby–s

Banksy – Devolved Parliament (2009) – 12,2 Millionen Dollar,
Sotheby–s
Jean-Michel Basquiat – Four Big (1982) – 10,6 Millionen Dollar,
Christie–s
Gerhard Richter – Abstracktes Bild (1984) – 8,6 Millionen Dollar,
Christie–s
Sigmar Polke – Alpenveilchen / Flowers (1967) – 7 Millionen Dollar,
Christie–s

Top 5 Arbeiten, die während der FIAC in Paris angeboten werden
(Schätzungen):
Nicolas de Stael – Parc des Princes (1952) – [20 – 27 Millionen
Dollar] – 17. Okt., Christie–s
Pablo Picasso – Mousquetaire. Buste (1967) – [3,5 – 5,5 Millionen
Dollar] – 17. Okt., Christie–s
Marc Chargall – Le cirque mauve (1966) [3,3 – 5,5 Millionen Dollar] –
16 Okt., Sotheby–s
Pierre Soulages – Peinture 263 x 181cm, 29 Dec. 2007 – [1,6 – 2,7
Millionen Dollar] – 17. Okt., Christie–s
Francis Picabia – Médéa (c.1929) – [1,6 – 2,2 Millionen Dollar] – 16
Okt., Sotheby–s

Frankreich ist immer noch ein Ort der einzigartigen “Fundstellen”
für alte Meisterwerke, wie die jüngste Entdeckung eines Werkes von
Cimabue mit dem Titel Der verspottete Christus (aus dem späten 13.
Jahrhundert) zeigt. Dieses ausgesprochen seltene, kleine Gemälde wird
am 27. Oktober 2019 vom Auktionshaus in Senlis (in der Nähe von
Paris) zur Versteigerung angeboten, und sein Wert wurde auf 4,4 – 6,6
Millionen Dollar geschätzt.

Doch selbst in diesem Bereich hat London keinen Grund, Paris zu
beneiden. Im Rahmen der Frieze Masters, wurde von Trinity Fine Arts
ein Portrait von Michele Marullo Tarchaniota im Werte von 30
Millionen Dollar angeboten, das niemand Geringerem als
Botticelli…zugeschrieben wird.

Copyright 1987-2019 Thierry Ehrmann www.artprice.com –
www.artmarket.com

Über Artmarket

Artprice ist Eurolist by Euronext Paris, SRD long only und
Euroclear notiert: 7478 – Bloomberg: PRC – Reuters: ARTF.

Unter dem nachstehenden Link finden Sie eine Videopräsentation
über Artmarket und seine Abteilung Artprice:
https://en.artprice.com/video

Artmarket und seine Abteilung Artprice wurden im Jahr 1997 von
ihrem Geschäftsführer, Thierry Ehrmann gegründet. Artmarket und seine
Abteilung Artprice werden von Groupe Serveur (Gründung im Jahr 1987)
kontrolliert.

Siehe beglaubigte Biografie in Who–s Who ©:

https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/10/biographie_
oct2019_WhosWho_thierryEhrmann.pdf

Artmarket ist ein globaler Akteur auf dem Kunstmarkt; das
Unternehmen verfügt neben anderen Strukturen über die Abteilung
Artprice, eine weltweit führende Struktur in Erfassung, Management
und Nutzung historischer und zeitgenössischer Informationen über den
Kunstmarkt in Datenbanken, die über 30 Millionen Indizes und
Auktionsergebnisse über mehr als 700 000 Künstler enthalten.

Artprice Images® verschafft Zugang zur größten Bilder-Datenbank
der Welt. Sie enthält nicht weniger als 180 Millionen digitale Bilder
und Photographien oder radierte Reproduktionen von Kunstwerken vom
Jahr 1700 bis Heute, die von unseren Historikern kommentiert wurden.

Artmarket sammelt durch seine Abteilung Artprice fortwährend Daten
von 6300 Auktionshäusern und erzeugt Schlüsselinformationen über den
Kunstmarkt für die wichtigsten Presse- und Medienagenturen (7 200
Veröffentlichungen). Seine 4,5 Millionen “Mitglieder mit
Zugangsdaten” haben Zugriff zu Werbung, die von anderen Mitgliedern
in das Internet gestellt wird und Zugang zu einem Netzwerk (Global
Standardized Marketplace®), das heute ein weltweit führender,
standardisierter Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Kunstwerken
(fester Preis oder Bieterpreis) ist; die Auktionen unterliegen Absatz
2 und 3 des Artikels L 321.3 des französischen Handelsgesetzbuches.

Artmarket (und seine Abteilung Artprice) wurden im November 2018
zum zweiten Mal für weitere 3 Jahre mit dem Qualitätszeichen
“Innovative Company” ausgezeichnet, das von der französischen Banque
Publique d–Investissement (BPI) verliehen wird; die BPI unterstützt
das Unternehmen und sein Projekt, seine Position als globaler Akteur
auf dem Kunstmarkt zu stärken.

Der Jahresbericht 2018 über den globalen Kunstmarkt von Artprice
by Artmarket, veröffentlicht im März 2019:
https://fr.artprice.com/artprice-reports/le-marche-de-lart-en-2018

Index der Pressemitteilungen, die von der Abteilung Artprice von
Artmarket in das Internet gestellt wurden:

http://serveur.serveur.com/press_release/pressreleasefr.htm

Verfolgen Sie mit Artmarket und seiner Abteilung Artprice die
Entwicklung des Kunstmarktes in Echtzeit auf Facebook und Twitter:

https: // www .facebook.com / artpricedotcom (4.5 Millionen
Anhänger)

https://twitter.com/artmarketdotcom

https://twitter.com/artpricedotcom

Entdecken Sie die Alchemie und die Welt von Artmarket und seiner
Abteilung Artprice http: //web.artprice.com/video mit Firmensitz im
berühmten Organe Contemporary Art Museum “The Abode of Chaos” (dixit
The New York Times): https://issuu.com/demeureduchaos/docs/demeureduc
haos-abodeofchaos-opus-ix-1999-2013

https://www.facebook.com/la.demeure.du.chaos.theabodeofchaos999

(4 Millionen Anhänger)

https://vimeo.com/124643720

https://www.facebook.com/the.demeure.du.chaos.theabodeofchaos999

Pressekontakt:
Artmarket.com und seine Abteilung Artprice Kontakt, thierry Ehrmann,
ir@artmarket.com
Foto: https://mma.prnewswire.com/media/1011887/fiac_paris.jpg
Logo: https://mma.prnewswire.com/media/1009603/Art_Market_logo.jpg

Original-Content von: Artprice.com, übermittelt durch news aktuell

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