Artprice by Artmarket: Das großartige Projekt der Gagosian Gallery mit Fokus auf den spätenSimon Hantaï (1922-2008)

Gestern – am 13. Oktober 2019 – eröffnete
die Gagosian Gallery in einer Vorstadt von Paris einen neuen
Ausstellungsraum für die Präsentation der Werke von Simon Hantaï,
dessen Arbeiten die internationale Galerie nun weltweit vertritt. Die
Ausstellung mit dem Titel LES NOIRS DU BLANC, LES BLANCS DU NOIR
konzentriert sich auf Kunstwerke (Leinwand) und Drucke, die zwischen
1969 und 1997 entstandenen sind, auf jene Jahre, in denen Simon
Hantaï seine Falt- (Pliage) techniken entwickelt hatte.

Thierry Ehrmann, Gründer/Geschäftsführer von Artprice:
“Ironischerweise kehrt ein Künstler, der den Kunstmarkt fast sein
ganzes Leben lang gemieden hat, elf Jahre nach seinem Tod in eine der
mächtigsten Galerien der Welt zurück. Es besteht kein Zweifel daran,
dass der Kampf um das Privileg seinen Nachlass zu verwalten, nicht
ganz einfach gewesen ist…; diesmal hat Gagosian den Sieg
davongetragen. Die Galerie trägt nun die Verantwortung dafür, die
Arbeiten von Hantaï– weltweit bekannt zu machen, was schwieriger ist,
als es scheinen mag. Denn hinter den warmen, attraktiven Farben
verbirgt sich eine einzigartige, zutiefst spirituelle Arbeit.”

Seit seinem Tod im Jahr 2008 haben mehrere Galerien Arbeiten von
Simon Hantaï in London und New York ausgestellt, und seine Preise
sind bereits erheblich gestiegen. Doch laut Gagosian Gallery weist
der Markt von Hantaï immer noch ein enormes Potential auf.

Die erste Auktion einer bedeutenden Arbeit von Simon Hantaï
außerhalb von Frankreich erfolgte im Jahr 2017 als Sotheby–s New York
sein Werk Mariale m.d. 4 (1962) für 3 252 500 Dollar versteigerte.
Das war sein drittbestes Auktionsergebnis, und es bestätigte das
wachsende Interesse des Kunstmarkts, denn der Preis entsprach im Vgl.
zu dem im Juni 2008 bei Aguttes in Paris erzielten Preis (540 000
Dollar) einer sechsfachen Wertsteigerung.

Das Ergebnis in New York war aber auch deshalb außergewöhnlich,
weil fast 90% des Auktionsumsatzes von Simon Hantaï in Frankreich
gemacht wird; seine Werke wechseln nämlich öfter den Besitzer in
Paris als in New York, London oder Hong Kong. Das erklärt nun aber
das Potential, das die bedeutenden internationalen Galerien –
besonders die Gagosian Gallery – in der Verwaltung des Nachlasses von
Hantaï sehen.

Die Arbeit von Simon Hantaï erfuhr außerhalb Frankreichs kaum
Beachtung, was teilweise auf die Haltung des Künstlers selbst
zurückzuführen ist, der – nach einer Ausstellung bei der Biennale von
Venedig im Jahr 1982 – beschlossen hatte, sich vom Kunstmarkt
“zurückzuziehen”. Danach stellte er seine Arbeiten bis 1998 nicht
mehr aus, als sein Freund und Besitzer der Galerie Jean Fournier ihn
mit viel Geduld und Überzeugungskraft wieder für Ausstellungen
gewinnen konnte.

Émilie Ovaere-Corthay, Direktor der Galerie Jean Fournier: “Unsere
Galerie unterstützte die Arbeit von Hantaï sein ganzes Leben lang und
tut das selbstverständlich auch heute noch. Wir respektierten seine
persönlichen Wünsche – selbst sein Bedürfnis, sich zwischen 1982 und
1998 aus der Künstlerszene zurückzuziehen – genau zu dem Zeitpunkt
als Jean Fournier einen großen Ausstellungsraum in Quincampoix Street
eröffnete, um seine Arbeiten in einem umfangreicheren Rahmen
auszustellen.

Nach seinem Tod im Jahr 2008 bekundeten mehrere angelsächsische
Galerien Interesse an Simon Hantaï: Paul Kasmin stellte im Jahr 2010
Arbeiten von ihm in New York aus. Dann Timothy Taylor im Jahr 2014
und die Mnuchin Gallery im Jahr 2015, jedes Mal in Zusammenarbeit mit
der Galerie Jean Fournier.

Die große Frage ist die Verfügbarkeit von Arbeiten für den
Verkauf. Die Gagosian Gallery wird ohne Zweifel – sowohl Zugang zu
bedeutenden Werken als auch freie Hand haben – diese mit Hilfe ihres
Netzwerkes, bestehend aus 13 Galerien, in bedeutenden Sammlungen
weltweit zu platzieren.”

Die besten Leinwand Arbeiten von Simon Hantaï im Rahmen von
Auktionen sind jene, die er in der Zeit kreierte, als er seine
Falttechnik zu verwenden begonnen hatte, insbesondere die Serien
Mariale, Mur – Manteaux de la Vierge (1960-1962). Der Wert der
Großformate (2m²) aus dieser Zeit liegt gegenwärtig zwischen 2 und 5
Millionen Dollar. Kunstwerke (Leinwand) der drei Serien Meun
(1967-1968), Etude (1969-1971) und Blanc (1973-1975) erzielen
gewöhnlich Auktionspreise von nahezu einer Million Dollar, aber auch
kleinere Arbeiten (unter 50cm²) erreichen im Durchschnitt Preise
unter 100 000 Dollar.

Émilie Ovaere-Corthay: “Gewöhnlich erinnern wir uns an die
farbigen Großformate voller Muster, die eine unmittelbare,
körperliche Beziehung zum Betrachter herstellen. Ihre Wirkung ist
fast ebenso effizient wie die der großen amerikanischen, abstrakten
Expressionisten.

Doch darf nicht vergessen werden, dass Simon Hantaï zum Zeitpunkt
seiner Ankunft in Paris am Ende des Jahres 1940 vom Surrealismus
beeinflusst war. Er hat nämlich literarische Wurzeln, die durch eine
sich im Laufe der Zeit entwickelnde, tief gehende Spiritualität
geprägt sind.

Das “Anliegen” der bedeutenden internationalen Galerien, die
Verwaltung des Nachlasses von Künstlern zu übernehmen, bietet die
Möglichkeit der Wiederentdeckung von unbekannteren Künstlern, die in
ihrer Schaffenszeit mitunter missverstanden worden sind. Doch die
“Kenntnis” eines Kunstwerks im intellektuellen und emotionalen Sinne,
steht nicht notwendigerweise mit dessen Verbreitung auf dem Markt in
Zusammenhang. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Die Galerie verwahrt die Briefe, die Jean Fournier und Simon
Hantaï seit ihrem ersten Treffen wechselten – vom Anfang der 1950er
Jahr bis heute – und zeichnete jede Reproduktion seiner Arbeiten auf
das Genaueste auf. Heute stellen diese Archive, zu denen
Wissenschaftler Zugang haben, eine solide, wesentliche Grundlage für
die Zertifizierung seiner Werke und für die Erstellung seines
“Catalogue raisonné” dar; gerade deshalb trägt die Galerie Jean
Fournier zum besseren Verständnis seiner Arbeit, sowohl im Sinne des
Kulturerbes als auch der prospektiven Dimension bei.”

Ab den späten 1990er Jahren schenkte Simon Hantaï selbst
zahlreiche Werke der wichtigsten Zeiträume seines künstlerischen
Schaffens dem Centre Pompidou und dem Musée d–Art Moderne der Stadt
Paris. Zahlreiche französische Museen, einschließlich des Musée Fabre
in Montpellier und des CAPC in Bordeaux, haben einige seiner Werke in
ihre Sammlungen aufgenommen.

Das MoMA und die National Gallery of Art in Washington haben
jeweils ein Werk von Simon Hantaï, obwohl solche in angelsächsischen
Sammlungen nicht leicht zu finden sind. Die Hauptrolle der Gagosian
Gallery wird es sein, diesen französisch-ungarischen Künstler
außerhalb von Europa zu präsentieren, wo seine Arbeiten regelmäßig
ausgestellt und sowohl von Kunsthistorikern als auch von Philosophen
sehr geschätzt werden.

Im Buch L–étoilement (Conversation avec Hantaï), das 1998
herausgegeben wurde, fühlte sich Georges Didi-Huberman zur folgenden
Aussage über seine geheimnisumwobene Malerei bewegt: “Hantai ist der
Schönheit gegenüber sehr kritisch eingestellt, das spüre ich… das
ist sein Wesen.”

Die Ausstellung LES NOIRS DU BLANC, LES BLANCS DU NOIR in Le
Bourget, Gagosian Gallery

Vom 13. Oktober 2019 bis 14. März 2020

https://gagosian.com/exhibitions/2019/simon-hantai-les-noirs-du-bl
anc-les-blancs-du-noir/

Die Archive von Simon Hantaï: simonhantai.org

Galerie Jean Fournier: www.galerie-jeanfournier.com

Copyright 1987-2019 Thierry Ehrmann www.artprice.com –
www.artmarket.com

Über Artmarket

Artprice ist Eurolist by Euronext Paris, SRD long only und
Euroclear notiert: 7478 – Bloomberg: PRC – Reuters: ARTF.

Unter dem nachstehenden Link finden Sie eine Videopräsentation
über Artmarket und seine Abteilung Artprice:
https://en.artprice.com/video

Artmarket und seine Abteilung Artprice wurden im Jahr 1997 von
ihrem Geschäftsführer, Thierry Ehrmann gegründet. Artmarket und seine
Abteilung Artprice werden von Groupe Serveur (Gründung im Jahr 1987)
kontrolliert.

Siehe beglaubigte Biografie in Who–s Who ©:

https://imgpublic.artprice.com/img/wp/sites/11/2019/10/biographie_
oct2019_WhosWho_thierryEhrmann.pdf

Artmarket ist ein globaler Akteur auf dem Kunstmarkt; das
Unternehmen verfügt neben anderen Strukturen über die Abteilung
Artprice, eine weltweit führende Struktur in Erfassung, Management
und Nutzung historischer und zeitgenössischer Informationen über den
Kunstmarkt in Datenbanken, die über 30 Millionen Indizes und
Auktionsergebnisse über mehr als 700 000 Künstler enthalten.

Artprice Images® verschafft Zugang zur größten Bilder-Datenbank
der Welt. Sie enthält nicht weniger als 180 Millionen digitale Bilder
und Photographien oder radierte Reproduktionen von Kunstwerken vom
Jahr 1700 bis Heute, die von unseren Historikern kommentiert wurden.

Artmarket sammelt durch seine Abteilung Artprice fortwährend Daten
von 6300 Auktionshäusern und erzeugt Schlüsselinformationen über den
Kunstmarkt für die wichtigsten Presse- und Medienagenturen (7 200
Veröffentlichungen). Seine 4,5 Millionen “Mitglieder mit
Zugangsdaten” haben Zugriff zu Werbung, die von anderen Mitgliedern
in das Internet gestellt wird und Zugang zu einem Netzwerk (Global
Standardized Marketplace®), das heute ein weltweit führender,
standardisierter Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Kunstwerken
(fester Preis oder Bieterpreis) ist; die Auktionen unterliegen Absatz
2 und 3 des Artikels L 321.3 des französischen Handelsgesetzbuches.

Artmarket (und seine Abteilung Artprice) wurden im November 2018
zum zweiten Mal für weitere 3 Jahre mit dem Qualitätszeichen
“Innovative Company” ausgezeichnet, das von der französischen Banque
Publique d–Investissement (BPI) verliehen wird; die BPI unterstützt
das Unternehmen und sein Projekt, seine Position als globaler Akteur
auf dem Kunstmarkt zu stärken.

Der Jahresbericht 2018 über den globalen Kunstmarkt von Artprice
by Artmarket, veröffentlicht im März 2019:
https://fr.artprice.com/artprice-reports/le-marche-de-lart-en-2018

Index der Pressemitteilungen, die von der Abteilung Artprice von
Artmarket in das Internet gestellt wurden:

http://serveur.serveur.com/press_release/pressreleasefr.htm

Verfolgen Sie mit Artmarket und seiner Abteilung Artprice die
Entwicklung des Kunstmarktes in Echtzeit auf Facebook und Twitter:

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Entdecken Sie die Alchemie und die Welt von Artmarket und seiner
Abteilung Artprice http://web.artprice.com/video mit Firmensitz im
berühmten Organe Contemporary Art Museum “The Abode of Chaos” (dixit
The New York Times): https://issuu.com/demeureduchaos/docs/demeureduc
haos-abodeofchaos-opus-ix-1999-2013

https://www.facebook.com/la.demeure.du.chaos.theabodeofchaos999

(4 Millionen Anhänger)

https://vimeo.com/124643720

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Pressekontakt:
thierry Ehrmann,ir@artprice
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Photo – https://mma.prnewswire.com/media/1010227/Artprice_Gagosian.jpg

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