Auffällig wie eine Kirmes: Leuchtwerbung

Lichtwerbung ist inmitten der unzähligen Möglichkeiten, wie eine Werbung gestaltet werden kann, zweifelsohne ein Favorit. Und das nicht zu Unrecht: Seit über hundert Jahren wird Leuchtwerbung erfolgreich eingesetzt, um den Blick anzuziehen und im Gedächtnis zu bleiben. Dabei haben sich die technischen Möglichkeiten immer weiterentwickelt, sodass nun aus einer großen Auswahl an Produkten gewählt werden kann. Daher eignet sich Leuchtreklame hervorragend, um auf eine Marke, ein Produkt oder ein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Was ist Lichtwerbung?

Lichtwerbung ist eine Marketingstrategie, bei der ein Außenwerbemedium entweder angestrahlt oder aktiv beleuchtet wird. Dies wird genutzt, um ein Produkt, eine Dienstleistung oder aber eine Marke allgemein in den Fokus zu rücken, wobei das Werbemittel hauptsächlich für eine Marke allgemein und weniger für ein spezifisches Produkt eingesetzt wird.

Billboards sind lediglich zeitweise statische Außenwerbemedien, es kommen aber auch Schildplatten oder leuchtende Schriftzüge zur Anwendung. Gerade in nordamerikanischen Großstädten wie Las Vegas, aber auch in Hamburg oder in Berlin wird Lichtwerbung aber derart häufig platziert, dass eine Reizüberflutung der Betrachter die Folge ist. Daher wird hier oft ein Regulativ gefordert.

Die Wahrnehmung der Lichtwerbung

Nach Umfragen der Hochschule Fresenius konnten sich ganze 24% der Bürger, die am Hamburger Flughafen unterwegs waren, an die dort befindliche Lichtwerbung erinnern. 40% der Befragten gaben an, dass ihr Kaufverhalten dadurch positiv beeinflusst wurde.

Besonders empfohlen werden gut lesbare Buchstaben in großer Schrift, da die Betrachter der Lichtwerbung meist in Bewegung sind und daher nur einen kurzen Blick auf das Werbemittel werfen. Die Aussage sollte daher kurz, bündig und schnell aufzufassen sein. Die Werbetafel befindet sich am besten in Augenhöhe der Betrachter.

Die Erinnerungswerte sind nicht nur abhängig von der vermittelten Botschaft, sondern auch von den verwendeten Farben und besonders außergewöhnlichen Bildern. Warme gesättigte Farben in sehr hellen oder dunklen Tönen sorgen für mehr Aufmerksamkeit als kalte und getrübte Farben in mittlerer Helligkeit.

Außerdem kann hier die Farbenlehre helfen: Rot und orange steigern das Glücksempfinden und machen wach, blau und grün sorgen für Ruhe und Entspannung. Je nach Werbeinhalt können die verwendeten Farben diesen unterstreichen oder behindern.

Die Geschichte der Lichtwerbung

Seit Beginn der Menschheit und der Entdeckung und der Zähmung des Feuers waren Menschen von hellem Licht fasziniert und angezogen. Das nutzten schon die Römer für sich, indem sie ausgeleuchtete Schilder an ihre Unternehmen anbrachten, um für diese zu werben. Genutzt wurde hier noch die bereits vorhandene Straßenbeleuchtung und Ölpapier.

1870 berichtete die New York Times erstmals über die Glühbirne, die sofort für Lichtwerbung gebraucht wurde. Die erste Lichtwerbeanlage wurde in London im Jahr 1882 errichtet, was schon bald in Deutschland nachgeahmt wurde.

In den Goldenen Zwanzigern waren Großstädte schließlich hell erleuchtet, auffällig wie eine Kirmes erstrahlte die Leuchtwerbung. Dies war ihr großer, flächendeckender Durchbruch, der mit der Weltwirtschaftskrise einen Einbruch erfuhr.

Später wurde mit Beginn des Wirtschaftswunders die Rückkehr der Lichtwerbung gefeiert, die den Aufschwung Deutschlands symbolisierte. Im Rahmen der Globalisierung in den 70er Jahren wurden schließlich ständig neue Möglichkeiten geschaffen, Lichtwerbung zu gestalten. Sie wurde vielfältiger, auffälliger und beeindruckender. Mittlerweile sind Leuchtreklamen aus den Bildern von Städten nicht mehr weg zu denken und zum Massenprodukt geworden.

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