Bernhard Schindler: „Berlin, wir müssen reden“

Bernhard Schindler: „Berlin, wir müssen reden“
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
 

Berlin, 22. April 2026 – 65 CEOs, ein Raum, ein Thema:

Deutschland steht an einem Wendepunkt – und viele Unternehmer haben genug. Beim exklusiven CEO Dinner des SCHINDLER Circle im Hotel de Rome wurde nicht mehr diplomatisch formuliert, sondern Klartext gesprochen.

„Berlin, wir müssen reden“ war dabei nicht nur ein Motto, sondern eine deutliche Ansage. Was sich an diesem Abend zeigte, war kein klassischer Austausch, kein oberflächliches Netzwerken und kein höfliches Schulterklopfen. Es war ein ehrlicher, teils schonungsloser Blick auf die Realität eines Mittelstands, der bereit ist zu liefern – aber zunehmend das Gefühl hat, von den Rahmenbedingungen ausgebremst zu werden.

Immer wieder fiel die zentrale Frage des Abends: Ist der Mittelstand noch bereit für Deutschland – ja oder nein? Die Antwort war differenziert, aber die Richtung klar. Die Bereitschaft ist da. Die Geduld nicht mehr unbegrenzt.

„Wir sind bereit zu arbeiten, zu investieren, zu wachsen – aber das System arbeitet gegen uns“, brachte es einer der Teilnehmer auf den Punkt. Ein anderer wurde noch deutlicher: „Die Politik verliert Vertrauen, weil Zusagen nicht eingehalten werden. Worte reichen nicht mehr.“

Besonders kritisch wurde der viel diskutierte 1.000-Euro-Bonus bewertet. Was politisch als Entlastung gedacht ist, wird in der Realität von vielen Unternehmern als zusätzliche Belastung empfunden. „Das ist kein Geschenk. Am Ende zahlen wir es selbst – und mehr als das“, so die klare Aussage aus dem Kreis der Teilnehmer.

Doch das eigentliche Kernproblem liegt tiefer. Es ist die Bürokratie, die von vielen als größter Wachstumsverhinderer in Deutschland bezeichnet wird. Ein Beispiel, das für sich spricht: „Wir brauchen aktuell zwei Jahre Antragsphase für einen Neubau – zwei Jahre, bevor überhaupt ein Spatenstich möglich ist.“ Im internationalen Vergleich wirkt das fast absurd. „In den USA wird geplant, genehmigt und gebaut – alles zusammen in neun Monaten. Hier wird man systematisch ausgebremst.“ Diese Unterschiede sind nicht nur Zahlen – sie sind ein massiver Wettbewerbsnachteil.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit wurde kein Blatt vor den Mund genommen. Die Unternehmer sind sich einig: Nachhaltigkeit ist richtig und wichtig. Doch die Umsetzung? „Aktuell ist es Chaos.“ Insbesondere die neue Verpackungsverordnung wurde als Beispiel genannt – zu komplex, zu unklar, zu weit weg von der Realität der Unternehmen. Der Tenor: Gute Ideen scheitern an schlechter Umsetzung.

Und dennoch – trotz aller Kritik, trotz aller Frustration – war da etwas anderes spürbar: eine klare Haltung. Ein Wille, weiterzumachen. „Man meint fast, man sollte gehen – aber wir tun es nicht“, sagte ein Teilnehmer. „Wir bleiben. Aber wir erwarten, dass sich etwas ändert.“ Es ist genau diese Mischung aus Frust und Verantwortung, die den Abend geprägt hat.

Gastgeber und Initiator des Abends, Bernhard Schindler, formulierte es bewusst klar und ohne Umschweife: „Wir brauchen keine weiteren Ankündigungen. Wir brauchen Umsetzung. Jetzt.“ Und weiter: „Unternehmer wollen Lösungen schaffen, Arbeitsplätze sichern und Werte aufbauen. Aber sie werden aktuell von Strukturen gebremst, die nicht mehr funktionieren.“

Für Schindler ist klar: „Das hier ist kein Networking. Das ist Realität. Das sind die Gespräche, die Deutschland jetzt braucht.“

Der SCHINDLER Circle versteht sich genau als diese Plattform: kein Club, kein loses Netzwerk, sondern ein Raum für echte Gespräche, klare Positionen und konkrete Verbindungen. Der Abend in Berlin hat einmal mehr gezeigt, wie groß der Bedarf an genau solchen Formaten ist. Gespräche, die nicht an der Oberfläche bleiben, sondern dorthin gehen, wo es unbequem wird – und wo Veränderung beginnt.

Aus genau diesem Anspruch heraus kündigte Schindler einen nächsten, konsequenten Schritt an: den Aufbau der neuen Corporate Circle Alliances. Regional organisierte Unternehmerkreise, fokussiert, ausgewählt, verbindlich. Keine Visitenkarten-Runden, sondern echte Zusammenarbeit. „Wir bringen Unternehmer wieder zusammen – strukturiert, auf Augenhöhe und mit einem klaren Ziel: Ergebnisse statt Gespräche“, so Schindler.

Der Abend endete spät. Sehr spät. Nicht, weil es ein Event war, sondern weil die Gespräche nicht enden wollten. Weil es Themen gab, die zu lange nicht ausgesprochen wurden. Und weil eines am Ende allen klar war: Deutschland hat kein Unternehmerproblem. Deutschland hat ein Umsetzungsproblem. Oder, wie es einer der Teilnehmer zum Abschluss formulierte: „Wir sind nicht das Problem. Wir sind die Lösung. Man muss uns nur endlich machen lassen.“