Das 3-2-1 der Datensicherung: So einfach und doch so wichtig

Einen hundertprozentigen Schutz vor Ransomware-Angriffen oder Naturkatastrophen gibt es nicht. Aber effiziente Backup-Strategien gewährleisten eine zuverlässige Datensicherung und schützen Unternehmen, Behörden und Systemhäuser vor Datenverlust. Für die richtige

Backup-Strategie gibt es einiges zu beachten, denn Software allein ist nicht der Schlüssel zum Erfolg.

Die richtige Backup-Strategie

Neben einer leistungsstarken, zuverlässigen Software bedarf es einer durchdachten Planung

der Backup-Strategie: Welche Daten sollen in welchen Abständen wohin gesichert werden?

Wie viele Kopien einer Sicherung sind sinnvoll und wo werden diese aufbewahrt?

Die Antworten auf diese Fragen können für Unternehmen zum entscheidenden Faktor

werden, wenn es darum geht das Überleben des Unternehmens zu sichern. Während man

bisher im Falle eines Ransomware-Angriffes als letzte Rettung darauf zurückgreifen konnte

das geforderte Lösegeld zu bezahlen, in der Hoffnung seine Daten zu retten, ist die Situation

aktuell noch dramatischer: Der so genannte GermanWiper, der seit August 2019 vor allem im deutschsprachigen Raum auftritt, verschlüsselt die befallenen Daten nicht, sie werden

überschrieben. Selbst ein Eingehen auf die Lösegeldforderung bedeutet daher kompletten

Datenverlust der betroffenen Dateien.

In solchen Fällen ist ein unbeschädigtes Backup die einzige Möglichkeit zur Wiederherstellung der Geschäftsfähigkeit. Mit der 3-2-1 Regel lässt sich sicherstellen, dass Unternehmen in jedem Fall über ein solches Backup verfügen.

Die 3-2-1 Backup-Regel

Ein erster Schritt ist eine sauber aufgesetzte Backup-Lösung, da diese helfen kann, das

gesamte System im Krisenfall wiederherzustellen. Jede Lösung ist jedoch immer nur so gut

wie ihre Implementierung, daher ist es wichtig bei der Einrichtung strukturiert vorzugehen

und, wenn erforderlich, Experten zu Rate zu ziehen.

Obwohl die 3-2-1 Regel selten in Geschäftsvorschriften oder offiziellen Richtlinien zu finden

ist, hat sie sich als Standard für Backup-Strategien bewährt und ermöglicht Unternehmen, im Falle eines Angriffs oder anders verursachter Ausfallzeiten den Betrieb rasch wieder aufzunehmen.

Die 3-2-1 Backup-Regel besagt Folgendes:

Es sollten 3 Kopien der Geschäftsdaten vorhanden sein, die auf

2 verschiedenen Speichermedien gelagert werden, wovon

1 Kopie extern aufbewahrt wird.

Das Schöne an dieser Regel ist, dass sie einfach zu verstehen und zu pflegen ist und dafür

sorgt, dass Unternehmen im Fall des Falles immer eine Kopie ihrer Ressourcen zur Verfügung haben.

Die Vorteile der 3-2-1 Regel

Neben ihrer Einfachheit hat diese Regel zahlreiche weitere Vorteile. Zum einen stellt die

Redundanz sicher, dass andere Kopien zugänglich sind, selbst wenn eine Kopie zerstört oder

anderweitig nicht verfügbar ist. Dies erhöht die Chancen Systeme rasch wieder in Betrieb zu

nehmen und die Auswirkungen einer Katastrophe zu minimieren.

Außerdem schützt die 3-2-1 Regel vor fehlerhaft geschriebenen Backups oder bewusst

manipulierten Daten: Nur eine Kopie bietet keinen Schutz falls beispielsweise ein

Speichermedium defekt ist und die geschriebenen Daten nicht mehr lesbar sind. Bei nur zwei Kopien der Daten besteht das Risiko, dass diese nicht übereinstimmen und nicht erkennbar wäre, welche der Kopien defekt bzw. manipuliert ist. Es besteht also die Gefahr unter Umständen ein durch Malware korrumpiertes Backup wiedereinzuspielen.

Die 3-2-1 Regel bietet dabei vollkommene Flexibilität: Es kann jede Art von Medien verwendet werden, die den Unternehmensbedürfnissen entspricht.

Kontinuität und regelmäßige Checks

Wie in allen Unternehmensbereichen ist es nicht damit getan, eine Backup Strategie einmal

niederzuschreiben und sie dann in eine Schublade zu packen. Im Idealfall wird die Backup

Strategie in ein umfassendes Backup-Konzept integriert, das als agiles Dokument fungiert und regelmäßig aktualisiert wird. Eine entsprechende Schulung aller Mitarbeiter ist dabei

unerlässlich. Auch die Auswahl der richtigen Software spielt eine entscheidende Rolle: Schon bei der Implementierung der Software kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung durch Fachpersonal zu holen um den Einstieg so einfach wie möglich zu gestalten. Regelmäßige Überprüfungen aller Einstellungen in der Software dienen der Qualitätssicherung und sichern die langfristige Verfügbarkeit aller Backups.

Die richtige Backup-Strategie, welche die 3-2-1 Backup-Regel einschließt, ist der Schlüssel zum (langfristigen) Erfolg.

Als deutscher Hersteller und Lösungsanbieter entwickelt NovaStor Software für Backup, Restore und Archivierung und entlastet IT-Abteilungen mit Dienstleistungen von der initialen Konzeption bis in den laufenden Betrieb.

Mit bewährten Datensicherungs- und Archivierungslösungen schützt NovaStor heterogene IT-Infrastrukturen sowie verteilte und wachsende Daten auf sämtlichen Speichertechnologien von Disk über Tape bis Cloud.

NovaStor verbindet Expertise aus hunderten Backup-Projekten mit interner Entwicklungskompetenz, um sowohl Standard- als auch Individualprojekte umzusetzen. Unternehmen, Behörden und Rechenzentren erhalten von NovaStor zukunftssichere Lösungen für Datensicherung und Archivierung.

NovaStor ist inhabergeführt und an drei Standorten vertreten: in Deutschland (Hamburg), den USA (Agoura Hills) und der Schweiz (Rotkreuz).

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