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Das weltweite Naturerbe in Entwicklungs- und Schwellenländern langfristig bewahren: Startschuss für den Legacy Landscapes Fund

– Ziel: Mit 1 Mrd. EUR weit über 60.000 Quadratkilometer unter Naturschutz stellen und effizient verwalten
– 82,5 Mio. EUR deutsches Startkapital – mobilisiert zusätzlich privates Kapital in Höhe von 40 Mio. USD
– Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung stehen im Mittelpunkt – enge Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen
– Verhinderung von weiteren Pandemien durch Zoonosen

Frankfurt am Main (ots) – Die KfW wird den weltweiten Naturschutz weiter vorantreiben. Dafür hat sie im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen neuen Fonds mit dem Titel Legacy Landscapes Fund gegründet und eine Anschubfinanzierung in Höhe von 82,5 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Der Fonds soll Schutzgebiete in Entwicklungs- und Schwellenländern langfristig finanzieren, damit ein effektives Management ermöglichen und so zum Erhalt von lebenswichtiger Biodiversität beitragen. Der Fonds ist heute von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller offiziell gestartet worden.

Der Legacy Landscapes Fund stellt ein neues, innovatives Instrument zur dauerhaften Grundfinanzierung in Höhe von 1 Mio. USD pro Jahr und Schutzgebiet in den nächsten 15 Jahren dar. Geplant sind weltweit 30 Schutzgebiete, die jeweils mindestens 2000 Quadratkilometern umfassen. Damit wird eine Fläche von weit über 60.000 Quadratkilometern unter Schutz gestellt, etwas größer als England.

Zentrale Elemente des Schutzkonzepts sind die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen, vor Ort etablierte Nichtregierungsorganisationen eng in die Verwaltung der Schutzgebiete einzubinden und neben öffentlichen Mitteln auch privates Kapital zu mobilisieren. Bisher sind 40 Mio. USD privater Investoren in Aussicht gestellt.

„Die Natur sichert unsere Lebensgrundlage und bildet die Basis für wirtschaftliches Handeln. Sie steht mehr als jemals zuvor unter Druck, mit dramatischen Folgen für die Biodiversität und das Klima. Der Engpass für eine langfristige und effiziente Verwaltung von Schutzgebieten war bisher in vielen Fällen die fehlende dauerhafte Finanzierung. Hier soll der Legacy Landscapes Fund gegensteuern. Wenn es gelingt, mindestens 30 Prozent der Fläche des Planeten unter Schutz zu stellen, verringert sich auch das Risiko weiterer Pandemien. Diese entstehen oftmals durch sogenannte Zoonosen, Infektionskrankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden“, sagte Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Entwicklungsminister Gerd Müller: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten. Deshalb startet Deutschland den Weltnaturerbe-Fonds. Wir schützen damit herausragende Artenschutzgebiete weltweit und beugen so auch künftigen Pandemien vor. Deutschland stellt zum Start eine Anschubfinanzierung von 100 Mio. USD bereit. Private Stiftungen steuern weitere 35 Mio. USD bei. Der Weltnaturerbe-Fonds kann so in sieben Schutzgebieten in Afrika, Asien, Lateinamerika starten. Bis 2030 wird ein Kapitalstock von einer Milliarde Dollar angestrebt, um die „ewige Grundfinanzierung“ der 30 Schutzgebiete zu ermöglichen. Der Fonds wäre dann die weltweit größte Naturschutzstiftung. Ich lade private und öffentliche Geber ein, sich zu beteiligen.“

Der Legacy Landscapes Fund wurde am 8. Dezember 2020 als deutsche gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Darmstadt gegründet. Seit 1. April ist Stefanie Lang als Direktorin im Amt.

In einem ersten Schritt wird ein Verbrauchsfonds aufgelegt, um mit einer auf zunächst 15 Jahre begrenzten Förderung für bis zu 8 Schutzgebiete zu beginnen. Angestrebt wird der Aufbau eines Kapitalstocks für bis zu 30 Mio. USD pro Schutzgebiet, aus dessen Anlagerenditen die dauerhafte Grundfinanzierung („Ewigkeitsfinanzierung“) der einzelnen Schutzgebiete erfolgen soll. Auf lange Sicht wird die Finanzierung von 30 Schutzgebieten und damit der Aufbau von bis zu 1 Mrd. EUR angestrebt. Neben öffentlichen Gebern können sich auch private Finanziers beteiligen. Als erster privater Geber hat sich die Gordon and Betty Moore Foundation mit 5 Mio. USD beteiligt.

Bisher sind sieben Schutzgebiete aus Südamerika, Zentral- und Subsahara-Afrika sowie Südostasien im Auswahlprozess, der bereits begonnen hat.

Weitere Informationen und ein Interview mit der Geschäftsführerin des LLF finden Sie unter folgenden Links:

Interview (https://www.kfw.de/stories/umwelt/naturschutz/legacy-landscapes-fund/)

Legacy Landscapes (https://legacylandscapes.org/)

www.bmz.de/LLF

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Dr. Charis Pöthig
Tel. +49 (0)69 7431 4683, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Charis.Poethig@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

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