Badische Neueste Nachrichten: zu ESC Kommentar von Mario Beltschak

Sonst gelingt es lediglich Sportereignissen,
weltweit ein derart großes Publikum vor den TV-Bildschirmen zu
versammeln. Im Gegensatz zum Sport, wo in den meisten Fällen schlicht
die Leistung über Sieg oder Niederlage entscheidet, spielt bei der
Musik jedoch vor allem eine subjektive Komponente eine Rolle. Dessen
sollten sich die protestierenden Russen bewusst sein, aber auch die
desillusionierten Deutschen.

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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Te

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur SPD

Wieso hat Sigmar Gabriel diese Idee ins Spiel
gebracht? Warum sollte in der SPD um die Spitzenkandidatur für die
Bundestagswahl 2017 konkurriert werden? Die Aufgabe ist gewiss nicht
vergnügungssteuerpflichtig, denn am Ende dürfte es nur um die
Vizekanzlerkandidatur gehen. Vielleicht hatte der SPD-Vorsitzende
spontan das Gefühl, seinen partei-internen Kritikern mitteilen zu
müssen, dass er genug hat vom Gemecker an seiner Person. Dass der
Absturz in den Umfragen

Lausitzer Rundschau: Nur ein Lied Zur Siegerin des ESC aus der Ukraine

Die ukrainisch-tatarische Sängerin Jamala hat den
Eurovision Song Contest gewonnen – und halb Osteuropa ist in Aufruhr.
Russland argwöhnt eine Verschwörung oder sogar eine hybride
Kriegführung mit anderen Mitteln. Die unterdrückten Krimtataren
dagegen und auch viele Ukrainer wittern Morgenluft, und so wird die
bunte Shownachricht zum harten politischen Thema. Dafür gibt es
Gründe. In ihrem Lied singt Jamala über die Deportation ihrer
Vorfahren im Jah

Lausitzer Rundschau: Richtiges Symbol, aber wofür? Bundestag will Vertreibung der Armenier als Völkermord einstufen

Keine Frage. Das, was die Türken beginnend vor 101
Jahren den Armeniern antaten, war Völkermord. Die
Unterschiedslosigkeit, mit der auch Alte, Frauen und Kinder in den
Hungertod getrieben wurden, wenn man sie nicht gleich erschlug,
spricht dafür, und natürlich die Zahl der Opfer, bis zu 1,5
Millionen. Auch ist das Thema keine historische Restgröße. Weil
Aufarbeitung und Versöhnung nicht stattfand. Der Bundestag hat also
prinzipiell alles Recht der Welt,

Rheinische Post: Kommentar / Pop oder Politik = Von Jörg Isringhaus

Der Eurovision Song Contest hat es sich zur
Maxime gesetzt, in den künstlerischen Beiträgen politische Statements
außen vor zu lassen. Solange es in den Liedern allgemein um den
Frieden geht, ist das kein Problem, Europa vereinen soll bei diesem
Wettbewerb die Kraft der Musik – so wie bei den Olympischen Spielen
der Sport die Welt zusammenbringen soll. Wenn die ukrainische
Sängerin Jamala nach dem ESC-Sieg aber erklärt, sie sei glücklich
darüber, dass ma

Rheinische Post: Kommentar / Erhitzte Briten = Von Martin Kessler

Die Briten gelten als Erfinder der politischen
Vernunft. Abwägend, ausgleichend, pragmatisch, nutzenorientiert,
freiheitsliebend und konsequent. Das war einmal. Die Debatte über den
Austritt aus der Europäischen Union (EU) gerät zur Schlammschlacht,
in der es ausschließlich um Emotionen und Karrieren geht. Not very
British. Dass die EU nun nichts, aber auch gar nichts mit dem
Eroberungswahn Hitlers zu tun hat, dürfte jedem Briten klar sein. Der
frühere Lo

Rheinische Post: Kommentar / Prekäre Aspekte der Flüchtlingsdynamik = Von Gregor Mayntz

Das Schicksal Zehntausender minderjähriger
Flüchtlinge, die allein gekommen sind, kann niemanden kalt lassen. Wo
sind die 5835 Vermissten? Wirklich bei Verwandten und Freunden? Oder
Opfer von Menschenhändlern? Die Verantwortlichen tun deshalb gut
daran, besonders sensibel mit diesen Kindern und Jugendlichen
umzugehen. Zugleich drängen sich auch andere Fragen auf: Wie viele
behaupten nur, noch nicht volljährig zu sein? Wie viele sind von
verantwortungslosen Angeh&ou

Weser-Kurier: Kommentar von Moritz Döbler über den Bremer „Tatort“

Agitprop ist das, und das passt zu Bremen. In der
hiesigen Politik ist es verbreitet, die Wirtschaft unter
Pauschalvorbehalt zu stellen. Erfolgreiche Unternehmen werden
kritisch beäugt; wenn sie hohe Gewinne anstreben, gilt das als
anstößig. Dabei hat Bremen nur eine Chance, wenn es mehr ökonomische
Dynamik entfaltet. Ein "Tatort" kann kein Werbefilm der
Wirtschaftsförderung sein. Aber ideologische Aufgüsse, ob im
Fernsehen, im Senat oder in der B&

Weser-Kurier: Kommentar von Silke Loodenüber Erneuerbare Energien

Damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht
ins Stocken gerät, brauchen die Bauern auch weiter eine Förderung.
Die kann allerdings nicht bleiben wie bisher. Die Pläne von
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die Vergütung von
regenerativer Energie dem Markt zu überlassen, sind insoweit
sinnvoll, als dass auch Öko-Strom auf Dauer nur überlebt, wenn er
wirtschaftlich ist. Eine Dauersubvention darf es nicht geben.

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