Migrationsdebatte: Wo Zuspitzung nicht hilft / Kommentar von Thomas Fricker

Migrationsdebatte: Wo Zuspitzung nicht hilft / Kommentar von Thomas Fricker

Kaum verwunderlich, überbieten sich nun – zumal mitten im Wahlkampf – die Politiker mit kernigen Worten. Noch-Kanzler Olaf Scholz nannte den Angriff eine Terrortat, FDP-Chef Christian Lindner diagnostizierte Staatsversagen. "Das Maß ist voll", bilanzierte CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. (…) Wer (..) nach hartem Durchgreifen ruft, wer die Keule schwingt, der schindet Eindruck. Das Problem ist nur, dass niemand die Keule so beeindruckend schwingt wie die Vereinfacher von

Die Lage ist vertrackt / Kommentar der „Fuldaer Zeitung“ (24. Januar 2025) zu den Folgen der Messerattacke von Aschaffenburg

Die Lage ist vertrackt / Kommentar der „Fuldaer Zeitung“ (24. Januar 2025) zu den Folgen der Messerattacke von Aschaffenburg

Erneut hat der Staat in beängstigender Weise die Sicherheit seiner Bürger vernachlässigt und eine Tat ermöglicht, die so teuflisch und niederträchtig ist, dass die Strafen unserer Justiz kaum als angemessene Sanktion erscheinen. Was sind schlimmere Verbrechen, als gezielt mit einem Messer eine Gruppe wehrloser Kinder anzugreifen oder mit einem Auto in Menschenmassen auf einem Weihnachtsmarkt zu fahren, um möglichst viele zu töten?

Es sind immer wieder dieselbe

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu politischen Reaktionen nach Aschaffenburg

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu politischen Reaktionen nach Aschaffenburg

Nun braucht es konkrete Ergebnisse. Aktionismus aber kann sogar schaden. So fordert Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz einen "faktischen Aufnahmestopp". Damit gefährdet er das über Jahre ausgehandelte EU-Asylsystem, das Asylverfahren an den Außengrenzen vorsieht und schnellere Abschiebungen ermöglichen soll. Gerade Merz sollte vorsichtig sein. Er hat gute Chancen, der nächste Kanzler zu werden. Wenn er suggeriert, man könne eine Umkehr in der Migration