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Der demographische Wandel – mehr als eine alternde Bevölkerung

Bereits 2005 gründete Bundespräsident Horst Köhler gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Forum „Demographischer Wandel“. Eines der wichtigsten Ziele des Forums: die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. „Eine ähnliche Absicht verfolgen wir in den Unternehmen“, sagt Swen Grauer, Geschäftsführer der INTEGION GmbH aus München. Allen voran die Führungskräfte sollten sich der Veränderung der Bevölkerungs- und somit auch der Mitarbeiterstruktur bewusst sein. Daraus ergebe sich die Einsicht, dass gezielte Maßnahmen notwendig sind, um das Wohlbefinden, die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter dauerhaft zu erhalten.

Weniger, älter, bunter
Während heute 23 Prozent der Arbeitnehmer über 50 sind, werden für das Jahr 2015 bereits 33 Prozent erwartet. Doch was bedeutet das für die Praxis? „Diese Entwicklung wirkt sich nachteilig auf das Potential der Erwerbspersonen aus“, erklärt Grauer, was wiederum negative Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum hat. Deshalb gilt es, die Produktivität und auch die Innovationsfähigkeit der älteren Semester zu fördern. Beispielsweise kann ein gesundes Altern und somit der Erhalt der Arbeitsfähigkeit mit bedarfsgerechten Gesundheits- und Sportprogrammen unterstützt werden. Ebenso die Veränderung der Familienstrukturen ist eine Erscheinungsform des demographischen Wandels. Die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt kontinuierlich an, genauso die Zahl der Alleinerziehenden. Unter allen Familien in Deutschland mit minderjährigen Kindern fallen nahezu 20 Prozent unter die Rubrik „Alleinerziehende“. Um Nachwuchs und Karriere unter einen Hut zu bekommen, sind flexible Arbeitszeiten fast schon eine Voraussetzung. Wer darüber hinaus für die Gesundheit was tun möchte, profitiert von arbeitsplatznahen Bewegungsprogrammen. Denn nach Feierabend ein Fitnessstudio zu besuchen, ist für alleinerziehende Mütter und Väter meist nicht möglich. In der Mittagspause das firmeninterne Fitnessstudio oder einen Pilateskurs zu besuchen, lässt sich dagegen problemlos in den Alltag integrieren.

Mobilität und Migration steigen
Rund ein Fünftel der in Deutschland lebenden Personen haben einen Migrationshintergrund. Tendenz steigend. Der wachsende Ausländeranteil unter den Arbeitnehmern fordert die Unternehmen ebenfalls. Etwa weil Mitarbeiter mit Migrationshintergrund ein höheres Gesundheitsrisiko als ihre deutschen Kollegen haben. Aufgrund von Kommunikationsproblemen ist der Zugang zum Gesundheitsversorgungssystem häufig erschwert. Präventionsprogramme im Unternehmen gewinnen daher an Bedeutung. Daneben hat die Integration der ausländischen Kollegen einen hohen Stellenwert. Teambuildings wie eine Ruderregatta, ein Kochevent oder eine Bauern-Olympiade leisten hierzu einen wertvollen Beitrag.

Eine weitere Entwicklung ist die zunehmende Mobilität. Gerade ländliche Gegenden oder Orte im Osten sind von der Binnenwanderung betroffen. Dort ansässige Firmen können jedoch die Attraktivität durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement erhöhen und somit ihre Mitarbeiter an sich binden. Ebenfalls ein beachtlicher Aspekt im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Die wachsende Bereitschaft für einen Ortswechsel, das steigende Alter der Arbeitnehmer oder eine Veränderung der Familienformen – die Facetten des demographischen Wandels sind vielfältig. Dennoch bleibt die wichtigste Ressource für Unternehmen auch in Zukunft gleich: ihre gesunden Mitarbeiter.

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