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Der Tagesspiegel: Verbraucherschützer fordern nach Facebook-Skandal strengere Gesetze

Verbraucherschützer rechnen mit weiteren
schlechten Nachrichten von Facebook. „Es ist kein gutes Zeichen,
dass das wahre Ausmaß des Datenabflusses von Facebook an Cambridge
Analytica nur scheibchenweise bekannt wird. Das lässt mich
befürchten, dass wir uns auf weitere schlechte Nachrichten gefasst
machen müssen“, sagte Jutta Gurkmann, Leiterin des Geschäftsbereichs
Verbraucherpolitik beim Bundesverband der Verbraucherzentralen
(VZBV), dem Tagesspiegel (Freitagausgabe). Facebook müsse endlich
aufklären, inwieweit auch andere Unternehmen neben Cambridge
Analytica Nutzerdaten in ähnlicher Form missbrauchen konnten.
Gurkmann sieht aber auch die Bundesregierung in der Pflicht. „Der
Skandal zeigt deutlich, welche Risiken es mit sich bringt, wenn die
Interessen von Verbrauchern im Internet so lückenlos erfasst und
darauf aufbauend umfassende Profile gebildet werden können“, sagte
die Verbraucherschützerin. Die Bundesregierung müsse sich in Brüssel
für eine starke ePrivacy-Verordnung einsetzen, die solchen Praktiken
Grenzen setzt. „Für einen besseren Datenschutz braucht es
datenschutzfreundliche Voreinstellungen, so dass von vornherein nicht
mehr Daten als wirklich nötig erfasst werden. Kommunikationsdaten
müssen umfassend geschützt werden. Und es muss der Grundsatz gelten:
kein Tracking ohne Einwilligung!“, sagte Gurkmann.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel,
Wirtschaftsredaktion, Telefon: 030/29021-14606

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de
 

Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

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